Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Do 17

18:00  Die Hannas

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Fr 18

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Sa 19

15:00  Der junge Karl Marx (OmeU)
17:00  Beuys (OmeU)
20:15  Zurück auf Anfang:
Esther Gronenborn:

alaska.de

in Anwesenheit der Regisseurin
22:15  Die Hannas


Mo 21

17:00  Beuys (OmeU)
20:00  Berlin – Filme der Stadt:
Mann im Spagat – Pace, Cowboy, Pace

in Anwesenheit des Regisseurs Timo Jacobs und einigen Schauspielern
22:00  Die Hannas



Do 24

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Fr 25

keine Vorstellung 

Sa 26

keine Vorstellung 





Fortsetzung folgt…

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Here’s to You, Nicola and Bart!
90 Jahre nach der Hinrichtung von Sacco und Vanzetti

22. August bis 6. September 2017

Er gilt als größter Justizskandal des 20. Jahrhunderts in den USA: Der siebenjährige Prozess gegen die italienischen Migranten und Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti. Trotz weltweiter Proteste von Millionen von Menschen wurden die beiden letztlich am 23.  August 1927 in Boston hingerichtet. Zum 90. Jahrestag zeigen wir zwei Filme zu ihrem Gedenken: Giuliano Montaldos Spielfilm aus dem Jahr 1971 und Peter Millers Dokumentarfilm, der erstmals in deutschen Kinos zu sehen ist.


Sacco und Vanzetti – Spielfilm, 1971 (OmeU)

Originaltitel: Sacco e Vanzetti, Italien 1971, 110 min, Regie: Giuliano Montaldo, mit Gian Maria Volonté, Riccardo Cucciolla, Cyril Cusack, Rosanna Fratello

1920, USA: nach einem Bombenanschlag, der ohne Beweise Anarchisten angehängt wird, beginnt eine Hatz. Viele Italiener, die sich der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen hatten, werden festgenommen. Darunter auch Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti. Ihnen wird bewaffneter Raub und Mord vorgeworfen. Der folgende Prozess zeigt nicht nur ihre Unschuld, sondern auch den unbedingten Willen der US-Behörden, ein Exempel zu statuieren und die beiden italienischen Anarchisten hinzurichten.

Das ungerechte Urteil weckt Emotionen und Wut auf der ganzen Welt. Die Empörung wird noch größer, als alle Anträge für die Wiederaufnahme des Verfahrens abgelehnt werden. Die Vollstreckung des Urteils ist dann auch vom Verdacht begleitet, dass Sacco und Vanzetti für ihre vermeintlich gefährlichen politischen Ansichten und nicht für das, was ihnen eigentlich zur Last gelegt wurde, sterben mussten.

Die Filmmusik komponierte Ennio Morricone und die berühmte gleichnamige Ballade wird von Joan Beaz gesungen. Der Film lief bei den 24. Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Wettbewerb.

Di 22.08. 22:15 Uhr
Mi 23.08. 22:15 Uhr

Sacco und Vanzetti – Dokumentarfilm (OmU)

Originaltitel: Sacco and Vanzetti, USA 2006, 81 min, Regie: Peter Miller

Peter Millers Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Sacco und Vanzetti, deren Leidensweg zum Symbol für den bigotten und intoleranten Umgang mit Migranten und Dissidenten in Amerika wurde.

Im Film werden Sacco und Vanzettis Gefängnisschriften (gelesen von John Turturro und Tony Shalhoub) und Interviews – u.a. mit Howard Zinn, Arlo Guthrie und Studs Terkel – mit den Spuren, die sie in Kunst und Musik hinterließen, und historischem Filmmaterial verwoben. Durch die Geschichte von Sacco und Vanzetti wird dem Publikum eine universelle und sehr zeitgenössische Erzählung von staatlicher Ungerechtigkeit und menschlicher Widerstandskraft präsentiert. Der Film ist u.a. mit dem »Best Award« der Amerikanischen Historikervereinigung ausgezeichnet worden.

So 27.08. 19:00 Uhr

with a Discussion after the film with Michael Hoenisch and American Voices Abroad Berlin (AVA)

Mo 28.08. 19:00 Uhr
Di 29.08. 19:00 Uhr
Mi 30.08. 19:00 Uhr