Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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Mi 25

19:00  Clash (OmU)

Do 26

19:30  Clash (OmU)

Fr 27

keine Vorstellung 

Sa 28

17:00  G20:
Festival der Demokratie?

Video-Abend mit anschließender Diskussion
präsentiert von klassegegenklasse.org
19:00  Clash (OmU)
20:30  Lakino Berlin präsentiert:
La fraternidad del desierto
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Iair Kon

So 29

16:45  Beuys (OmeU)
18:30  Das grüne Gold
in Anwesenheit des Regisseurs Joakim Demmer
22:15  Clash (OmU)

Mo 30

19:00  Clash (OmU)
20:30  EXBLICKS:
Mixed Messages
(OV)
in presence of director Kanchi Wichmann



Fortsetzung folgt…

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Christoph Schlingensief Geburtstags-Special

Dienstag, 24.10., ab 18:00 Uhr (Filmprogramm ab 19:00 Uhr)
mit Gästen
»Chance 2000«, © David Baltzer, bildbuehne.de

Christoph Schlingensief wurde am 24. Oktober 1960 in Oberhausen geboren. Mit Filmen wie »Das deutsche Kettensägenmassaker« und »Terror 2000«, Kunstinstallationen, Ausstellungen und aktionistischen Projekten, u. a. der Container-Aktion »Bitte liebt Österreich!« und der Parteigründung »Chance 2000« mischte er sich über zwei Jahrzehnte unbeirrt in den kulturellen und politischen Diskurs ein. Seine Themen kreisten beständig um die Frage nach Gott, der Erlösung und dem Sinn aller Kunst. Er realisierte vielbeachtete Theater- und Operninszenierungen, z. B. an der Volksbühne, dem Burgtheater Wien und dem Schauspielhaus Zürich. Höhepunkte waren von 2004–2007 Wagners »Parsifal« in Bayreuth und 2007 »Der fliegende Holländer« in der legendären Oper von Manaus. Große Aufmerksamkeit erfuhr auch sein 2009 erschienenes Krebs-Tagebuch »So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein!«. Zu seinen letzten Vorhaben gehörte die Einrichtung des Deutschen Pavillons der Biennale in Venedig 2011, für den er posthum mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. Am 21. August 2010 ist Christoph Schlingensief viel zu früh gestorben.


19:00 Uhr

Premiere:
Massow 2017 – Eine Reise durch die Vergangenheit in die Zukunft

von und mit Edita Bermel, Susanne Bredehöft, Artur Albrecht, Kamera: Tobias Gürtler, Musik: Giancarlo Ragusi, Schnitt: Werner Helmholz

Eine Reise in die Vergangenheit, in der Christoph Schlingensiefs Vision und Weitblick in bestürzender Weise zu einem manifestieren Ort geworden sind. Der Film wurde am Originalschauplatz und Wohnort des damaligen Filmteams gedreht, unter Verwendung der Originaltöne von »Terror 2000«.

Premiere in Anwesenheit der Schauspieler Artur Albrecht und Susanne Bredehöft


20:15 Uhr

Terror 2000 – Intensivstation Deutschland

Regie: Christoph Schlingensief, Drehbuch: Oskar Roehler, Christoph Schlingensief, Uli Hanisch, Darsteller: Margit Carstensen, Peter Kern, Susanne Bredehöft, Artur Albrecht

Ex-Gangster Bössler und Jablo sind in Rassau-Stadt untergetaucht. Der eine besitzt ein Möbelgeschäft, der andere eine kleine Kirche. Gemeinsam nutzen sie ihre Kräfte zur Säuberung Deutschlands. Erst als sie eine polnische Familie und einen Sozialarbeiter fertiggemacht haben, werden Kripobeamte nach Rassau geschickt.


22:15 Uhr

Chance 2000 – Abschied von Deutschland

D 2017, 131 min, Regie: Kathrin Krottenthaler, Frieder Schlaich, Kamera: Sibylle Dahrendorf, Christoph Schlingensief, Jost Listemann, Christoph Krauss, Alexander Grasseck, Stefan Corinth, Erhard Ertel, Ausstattung Bühne: Nina Wetzel, Schnitt: Kathrin Krottenthaler, Redaktion: Viviana Kammel, mit Werner Brecht, Ilse Garzaner, Kurt Garzaner, Mario Garzaner, Kerstin Grassman, Carl Hegemann, Dietrich Kuhlbrodt, Jürgen Kuttner, Astrid Meyerfeldt, Henning Nass, Achim von Paczensky, Helga Stöwhase, Christoph Schlingensief, Bernhard Schütz, Familie Sperlich, Nina Wetzel, Martin Wuttke u.v.a.

Dokumentarfilm über das legendäre Wahlkampf-Theaterprojekt von Christoph Schlingensief:

1998 hat Deutschland die Wahl zwischen Helmut Kohl und Gerhard Schröder, 6 Millionen Arbeitslose und eine Volksbühne, an der ein noch nicht allzu bekannter Christoph Schlingensief beginnt das Theater umzukrempeln. Mit seinem Mammutprojekt »CHANCE 2000« gelang Schlingensief vor der Wahl nichts weniger als »das größte Theaterstück der Bundesrepublik Deutschlands« zu inszenieren und eine Protestpartei zu gründen. Dazu stellt er im Berliner Prater erstmal ein Zirkuszelt auf. Welche Ausmaße »CHANCE 2000« letztlich annehmen würde, ist zu Beginn noch niemandem klar. Manege frei für den Abschied von Deutschland!

Mehr als 100 Stunden Videomaterial aus dem Nachlass von Christoph Schlingensief wurden nun digitalisiert und von Katrin Krottenthaler und Frieder Schlaich zu einer dokumentarischen Zeitreise zurück zu einer der längsten und wahnwitzigsten Projekte Schlingensiefs montiert. Neben den insgesamt sechs Aktionen, die sich über einen Zeitraum von neun Monaten erstrecken sollten und von sieben Personen dokumentiert wurden, reisen wir mit Schlingensief, Martin Wuttke, Dietrich Kuhlbrodt, Carl Hegemann und Konsorten auf Wählerfang durch die Republik und sind zu Gast in Talkshows von Unterstützern wie Harald Schmidt und Alfred Biolek.

Irgendwo zwischen Happening und Realpolitik, Theaterevent und Anarchie, zwischen Kunst und Quatsch, Wirklichkeit und Spiel, schafft es Schlingensief seine Partei zu gründen, ein Hotel aus Zelten zur Finanzierung zu improvisieren, Behinderte und Arbeitslose zu Politikern zu machen und 1000 Jahre Helmut Kohl zu verhindern. Wahldebakel für die Partei? So what? Schlingensief feiert die Niederlage der Chance 2000-Partei als Performance-Theater. Er hat an die Sache geglaubt.