Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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So 20

18:30  Der Duft des Westpakets
in Anwesenheit der Regisseurinnen Maja Stieghorst & Brit-J. Grundel
22:30  Born in Evin (OmU)

Mo 21

20:00  Born in Evin (OmU)
in Anwesenheit der Regisseurin Maryam Zaree

Di 22

20:30  Berlin – Filme der Stadt
Symphony of Now

in Anwesenheit des Produzenten Max Hassemer
22:00  Born in Evin (OmU)

Mi 23

17:00  Born in Evin (OmU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt
Berlinized
Die 60. Vorstellung!

in Anwesenheit von Regisseur Lucian Busse


Fr 25

keine Vorstellung 


So 27

15:15  Born in Evin (OmU)
20:00  easy love
mit anschließender Diskussion mit dem Paar- und Sexualtherapeuten Ralf Sturm


Di 29

20:00  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams
22:30  easy love



Fr 01

keine Vorstellung 

Sa 02

16:45  Born in Evin (OmU)
20:00  Weitermachen Sanssouci
in Anwesenheit des Regisseurs Max Linz
21:45  Parasite (OmeU)


Mo 04

18:30  Born in Evin (OmU)
20:15  Parasite (OmeU)

Di 05

18:30  Born in Evin (OmU)
20:15  Parasite (OmeU)

Mi 06

20:00  Das Gegenteil von Grau (OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Coers
22:00  Parasite (OmeU)

Fortsetzung folgt…

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Christoph Schlingensief Geburtstags-Special

Donnerstag, 24.10., ab 19:30 Uhr
mit Gästen!

Wie in jedem Jahr, begehen wir auch diesmal den Geburtstag von Christoph Schlingensief mit einem speziellen Filmprogramm und Gästen.

Christoph Schlingensief wurde am 24. Oktober 1960 in Oberhausen geboren. Mit Filmen wie »Das deutsche Kettensägenmassaker« und »Terror 2000«, Kunstinstallationen, Ausstellungen und aktionistischen Projekten, u. a. der Container-Aktion »Bitte liebt Österreich!« und der Parteigründung »Chance 2000« mischte er sich über zwei Jahrzehnte unbeirrt in den kulturellen und politischen Diskurs ein. Seine Themen kreisten beständig um die Frage nach Gott, der Erlösung und dem Sinn aller Kunst. Er realisierte vielbeachtete Theater- und Opern-Inszenierungen, z.B. an der Volksbühne, dem Wiener Burgtheater und dem Schauspielhaus Zürich. Höhepunkte waren von 2004–2007 Wagners »Parsifal« in Bayreuth und 2007 »Der fliegende Holländer« in der legendären Oper von Manaus. Große Aufmerksamkeit erfuhr auch sein 2009 erschienenes Krebs-Tagebuch »So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein!«. Zu seinen letzten Vorhaben gehörte die Einrichtung des Deutschen Pavillons der Biennale in Venedig 2011, für den er posthum mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. Am 21. August 2010 ist Christoph Schlingensief viel zu früh gestorben.


20:00 Uhr

QUIZ 3000

© Thomas Aurin

Mitschnitt vom Schauspielhaus Zürich, 8. November 2002, mit Christoph Schlingensief, Dietrich Kuhlbrodt, Brigitte Kausch-Kuhlbrod, Achim von Paczensky, Helga von Paczensky, Horst Gelloneck, die Kandidaten und als Special Guest: Benjamin von Stuckrad-Barre, Produktion: Volksbühne und Royal Produktion, Kamera: Meika Dresenkamp, Schnitt: Kathrin Krottenthaler & Frieder Schlaich 2019

Eine Entdeckung aus dem Christoph-Schlingensief-Filmarchiv der Filmgalerie 451, erstmals auf der Leinwand!

Deutschland war gestern, QUIZ 3000 ist heute. Umso wohltuender ist für Christoph Schlingensief deshalb das zweimalige Gastspiel des QUIZ 3000 am Schauspielhaus Zürich (7./8. November). In der so radikalismus- wie vorurteilsfreien Schweiz gelangt das ungewöhnlich televisionäre Theaterformat zu voller Blüte. Wie schon zuvor an der Berliner Volksbühne und dem Schauspiel Frankfurt, dem Theater Duisburg und dem Schauspiel Hannover dient das QUIZ 3000 als multimediale Dechiffriermaschine. Auf dem Programm steht hier nun der Versuch, die symbiotische Verflechtung von Schweizer Neutralität und Schweizer Volksparteinahme zu entwirren und die Subtexte auf die von jedwedem Inhalt entleerten Botschaften der Politik und Medien zu sprechen. Das Motto der ersten Staffeln trotzt standhaft den tagesaktuellen Unsicherheiten und gilt für Christoph Blocher ebenso wie für den Verwaltungsrat des Schauspielhauses: »Du bist die Katastrophe!«


22:30 Uhr

Die 120 Tage von Bottrop

© Filmgalerie 451

D 1997, 60 min, Buch: Christoph Schlingensief, Oskar Roehler, Regie: Christoph Schlingensief, mit Margit Carstensen, Irm Hermann, Volker Spengler, Udo Kier, Helmut Berger, Mario, Ilse und Kurt Garzaner, Sophie Rois, Martin Wuttke, Bernhard Schütz, Frank Castorf, Leander Haußmann, Herbert Fritsch, Kurt Kren, Brigitte Kausch-Kuhlbrodt, Dietrich Kuhlbrodt, Kitten Natividad, Roland Emmerich, Schnitt: Bettina Böhler, Musik: Helge Schneider

Eine Hommage an Fassbinder und ein harter Schlag für die deutsche Filmkunst.

Die Überlebenden der alten Fassbinder-Zunft haben sich zusammengetan, um auf dem Potsdamer Platz den wirklich allerletzten Neuen Deutschen Film, ein Remake von Pasolinis »120 Tage von Sodom« zu drehen. Schlingensief soll Regie führen, wird aber zum Aufnahmeleiter degradiert und von einem gewissen »Sönke Buckmann« ersetzt, dem prompt Katja Riemann den Bundesfilmpreis überreicht. Eine Hommage an Rainer Werner Fassbinder, an die Exzentrik und an den Wahnsinn einer längst vergangenen Zeit.

Produzent Volker Spengler bespringt Komparsen, während Bundesinnenminister Kanther in einer Einspielung von der Bundesfilmpreisverleihung Katja Riemann und Till Schweiger – Heroen deutscher Filmkunst – huldigt; Irm Hermann liefert sich, in Erinnerung an gute, alte Fassbinder-Zeiten, eine Schlammschlacht mit Margit Carstensen … Letztere stürzt sich frustriert aus dem Fenster, als sie plötzlich realisiert, dass Fassbinder tot ist; Christoph Schlingensief (Martin Wuttke im Gewand des Dornen gekrönten Jesus Christus) verzweifelt an seinen organisatorischen Unfähigkeiten; die größenwahnsinnige Leni Riefenstahl taucht auf dem Kamerabock auf; Irm Hermann mutiert angesichts dieses Umstandes zu Lieselotte Pulver… Und alle fragen sich fortwährend, ob und wann denn nun Helmut Berger am Set eintrifft. Gleichzeitig hetzt Agent Schlingensief mit Anzug und Handy durch das heiße Hollywood, trifft auf japanische Touristen, Udo Kier und den Regisseur Roland Emmerich. Das Filmprojekt muss schließlich scheitern, stellvertretend für den von Schlingensief todgeweihten Neuen Deutschen Film.


Tickets: Einheitspreis 9 €
(ein Teil der Einnahmen geht an das Operndorf Afrika)

mit freundlicher Unterstützung von Filmgalerie 451