Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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Mi 28

18:00  Kein Gott, kein Herr! – Eine Geschichte der Anarchie
mit anschließender Diskussion mit dem Philosophen Dr. Maurice Schumann und dem Publizisten Ralf G. Landmesser
22:00  Der junge Karl Marx (OmeU)

Do 29


Fr 30

keine Vorstellung 

Sa 01

20:30  ACT! – Wer bin ich?
in Anwesenheit der Protagonistin Maike Plath

So 02

15:30  Der junge Karl Marx (OmeU)
19:00  Das Gegenteil von Grau
in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Coers und des Filmteams


Di 04

18:00  Kein Gott, kein Herr! – Eine Geschichte der Anarchie
mit anschließender Diskussion mit dem Bakunin-Experten Wolfgang Eckhardt


Fortsetzung folgt…

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Dokumentarfilm

Die vergessene Armee

D 2016, 88 min, Regie: Signe Astrup

»Das Leben kann nur rückwärts verstanden werden, aber es muss vorwärts gelebt werden.« (Søren Kirkegård)

Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, wurde auch die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR mit einen Schlag überflüssig. Sie hatte als Machtinstrument der Sozialistischen Einheitspartei (SED) ausgedient. Im Zuge der offiziellen Auflösung der NVA ein knappes Jahr später wurden nur knapp 11.000 Soldaten längerfristig in die Bundeswehr übernommen; hunderttausende ehemalige DDR-Streitkräfte standen hingegen plötzlich auf der Straße. Seit über 25 Jahren sind sie nun Bürger der Bundesrepublik. Doch sind sie auch alle Teil unserer Gesellschaft geworden? Und wie gehen sie mit der eigenen Vergangenheit um?

Die Filmemacherin Signe Astrup hat sich mit ehemaligen Angehörigen der »vergessenen Armee« getroffen. Einige von ihnen haben sich bis heute nicht mit dem Ende der DDR abgefunden und sehen sich noch immer dem sozialistischen Fahneneid verpflichtet. Andere fühlen sich von ihrer früheren Staatsführung verraten: An einem Tag haben die Politiker noch erklärt, die DDR sei das Großartigste auf der ganzen Welt, am nächsten Tag war alles vergessen. In Traditionsverbänden und Kameradschaften versuchen vor allem die einstigen Berufssoldaten, das Andenken an den untergegangen Staat zu wahren: Bei Treffen salutieren sie stramm in den alten Uniformen, proben den militärischen Ernstfall oder setzen sich für die Erneuerung von Gedenktafeln sozialistischer Volkshelden ein.

Doch der feste Glauben, dass die DDR der beste Staat der Welt war, hat bei manchen auch Kratzer bekommen. Der Blick in die eigene Stasi-Akte kann auch den überzeugtesten »Veteranen« zweifeln lassen. Der Film erzählt von ehemals stolzen Soldaten, die heute als Müllmänner arbeiten oder seit Jahren ohne Beschäftigung sind, von lebenslangen Enttäuschungen, vergilbten Idealen und verdrängter Schuld.

Do 08.06. 17:00 Uhr
Sa 10.06. 17:30 Uhr
So 11.06. 17:30 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Signe Astrup

Mo 12.06. 18:00 Uhr
Di 13.06. 18:00 Uhr
Mi 14.06. 17:00 Uhr
Do 15.06. 18:00 Uhr
Sa 17.06. 17:00 Uhr
So 18.06. 17:00 Uhr