Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Mi 18

17:00  Zama (OmU)
19:00  Zurück auf Anfang
kanalB: #10 Genua

in Anwesenheit der Filmemacher*innen

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Fr 20

keine Vorstellung 

Sa 21

14:00  Zama (OmU)
20:30  Saturday Asia
Farewell Halong
(OmeU)
in presence of the director Duc Ngo Ngoc

So 22

18:30  Das Gegenteil von Grau (OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Coers
20:30  Zama (OmU)

Mo 23

20:00  Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992 (OmU)
in Anwesenheit der Regisseurin Dagmar Schulz und der Co-Autorin Ika Hügel-Marshall

Di 24

20:30  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams
22:30  Zama (OmU)

Mi 25

17:00  Zama (OmU)
19:00  Mietrebellen (OmeU)
in Anwesenheit des Filmteams


Fr 27

keine Vorstellung 




Di 31

20:00  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams
22:15  Zama (OmU)


Fortsetzung folgt…

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Dokumentarfilm

Liebe auf Sibirisch (OmU)

Dokumentarfilm, D 2016, 80 min, Regie: Olga Delane

© Olga Delane

Filmemacherin Olga Delane, die bereits in »Endstation Krasnokamensk – Ein Heimatbesuch« ihre Heimat erforscht hat, macht es sich als Berliner Single nun zur Aufgabe, uns die »Liebe auf Sibirisch« näher zu bringen. Nach 20 Jahren in Deutschland lebend besucht sie ihre Verwandten in dem sibirischen Dorf Onon-Borzya, 1000 km östlich des Baikalsee.

Sie ist 35, hat keinen Ehemann und keine Kinder – was braucht eine Frau, um glücklich zu sein? Unerfüllt ist in den Augen der Verwandtschaft nur Olga: »Olga, was läuft in Berlin bloß falsch, dass ihr dort keine Kinder gebären wollt?«, denn »ohne Ehemann und Kinder bist Du keine richtige Frau!«. Zeitgenössische Bequemlichkeiten, wie z.B. Dating-Apps sind im Dorf ebenso unbekannt wie der Feminismus selbst. »Feminismus? Was ist das?«. Werte, Bräuche und Ideale, das sind die Pfeiler, die dem Leben einen Sinn und dem Menschen im Alltag Halt geben.

Mit viel Liebe und Verständnis gewinnt Delane die Zuneigung ihrer Verwandten und kommt ihnen näher. Offen beantworten die robusten Frauen und kraftvollen Männer alle Fragen über ihre intimsten Geheimnisse und Sehnsüchte. Bereitwillig sprechen sie über Beziehungen, Sex und das Kinderkriegen und darüber, wie es früher einmal war. Der Zuschauer kann spüren, dass Delane behutsam um eine Annäherung der beiden Kulturen kämpft, in denen sie selbst zu Hause ist, während cineastische Landschaftsaufnahmen die wilde Romantik des sibirischen Landlebens befeuern.

Es sind die starken Frauen, die Delane am meisten beeindrucken. Denn unter der mitunter gewaltbereiten und schlagenden Hand ihrer Männer bestimmen sie den Lebensrhythmus. Natürlich ist die Lage weder auf der einen noch auf der anderen Seite des offensichtlichen Culture Clashs einfach oder gar frei von Widersprüchen. Während es in »Liebe auf Sibirisch« vordergründig um festgefahrene Einstellungen geht, entstehen wie nebenbei Momente des Loslassens und des sich Hineinfallens in dieses rauh-schöne dörfliche Miteinander.

»Liebe auf Sibirisch« ist eine bittersüße, tiefe und einfühlsame Beobachtung des Lebens in einem kleinen abgelegenen sibirischen Dorf und ein liebevoller Einblick in die russische Seele. Ein Film mit Humor, Schönheit und – in der Tat – mit Liebe und Glück, der uns unverfälschte Einblicke in das Liebesleben eines sibirischen Dorfes gibt. Der Zuschauer erlebt diese Welt emotionalisierend aus einer ganz persönlichen Perspektive, die nach dem Sinn traditioneller Beziehungsmodelle für das Hier und Heute sucht.

Do 16.11. 18:00 Uhr
Sa 18.11. 22:15 Uhr
So 19.11. 22:15 Uhr
Mo 20.11. 18:30 Uhr
Di 21.11. 17:00 Uhr
Mi 22.11. 18:30 Uhr
Sa 25.11. 17:00 Uhr
Mo 27.11. 22:30 Uhr
Di 28.11. 22:00 Uhr