Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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Mi 21

17:15  Aus dem Nichts (OmeU)
20:30  Zurück auf Anfang:
Peter Zach – Life Is Bigger

in Anwesenheit des Regisseurs
22:30  Freddy / Eddy (OmeU)






Di 27

20:00  Nothing But a Man (engl. OV)
außerdem: Autor John Eichler liest aus seinem Roman »Verbotenes Land«
Eine Veranstaltung im Rahmen des Black History Month 2018



Fr 02

keine Vorstellung 


Fortsetzung folgt…

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Kaleidoscope (OmU)

D 2015, 82 min, Regie: Telemach Wiesinger

»Kaleidoscope« ist ein »Film Poem« in 21 Kapiteln, mit dem Telemach Wiesinger an seinen früheren Film »Passage« (2008) anknüpft. Bilder für den Langfilm sind während zahlreicher Fahrten durch Europa und Nordamerika auf 16-mm-Schwarzweiß-Film aufgezeichnet.

Die zu abstrahierten Travelogues komponierten einzelnen Filmsequenzen zeigen Stationen menschlichen Unterwegsseins, Beobachtens und Entdeckens – oder auch Strandens. Vielfältige Verkehrsmittel, Straßenzüge und Schilder stehen für eine Welt, die immer in Bewegung ist.

Der Filmtitel »Kaleidoscope« bedeutet aus dem Griechischen übertragen etwa »schöne Formen sehen« (kaló = schön, eidos = Form, Gestalt und skopéin = schauen, sehen, betrachten).

Tatsächlich sind es viele betrachtenswerte Schauplätze, die in den komponierten Filmbildern wie im Kaleidoskop-Spiegel reflektieren: die vielfältigen Strukturen bewegten Wassers etwa oder der Ingenieurkunst, wie man sie noch bei Schwebefähren und Stahlbrücken findet. Oft ist es auch Skurriles, das den Filmographen am Wegesrand zum Lachen brachte oder nachdenklich machte.

Zu den assoziativ verknüpften Bildkapiteln stellt Telemach Wiesinger Zwischentitel: Begriffe wie z.B. »Transit« oder »Amplitude« und Zeichen, die weitere Gedankenspiele eröffnen. So entstehen im Betrachter wie zuvor im Filmemacher, innere Geschichten, die diese Bilder in unterschiedliche Beziehung zueinander und zur Jetztwelt setzen. Dass diese Bezüge räumliche Distanzen überspringen, weist zugleich den Geist des »erfahren« Reisenden und des Gestalters aus: Außer dem poetischen Erzählstrang sind etwa Linien, Kontraste und unterschiedliche Schnittrhythmen relevant.

Aus enger Zusammenarbeit mit dem Musiker und Komponisten Alexander Grebtschenko resultiert der Ton zum Film, bestehend aus zeitgenössischen Musikstücken von Adrian Belew, Hayden Chisholm, Laurent de Wilde, Andreas Gogol, Jojo Mayer, Gert-Jan Prins, Tobias Schwab, Gregory Taylor.

(Thomas Spiegelmann, 2015)

Sa 11.11. 18:00 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs Telemach Wiesinger