Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Mo 27

19:00  Berlin – Filme der Stadt
Mädchen in Koffer
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Albrecht Hirche
20:30  EXBLICKS
Lord of the Toys
(OmeU)
in presence of director Pablo Ben Yakov and cinematographer André Krummel

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Di 28

17:00  get me some HAIR! (OmeU)
20:30  Macht das alles einen Sinn? – Und wenn ja, warum dauert es so lange?
in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Wilcke
22:15  Lord of the Toys (OmeU)

Mi 29

17:00  Lord of the Toys (OmeU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt
Gestern Mitte Morgen
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Peter Zach
22:15  get me some HAIR! (OmeU)

Fortsetzung folgt…

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Auf den zweiten Blick (OmU)

D 2013, 94 min, Buch & Regie: Sheri Hagen, mit Anita Olatunji, Michael Klammer, Ingo Naujoks, Nele Rosetz, Milton Welsh, Pierre Sanoussi-Bliss, Zoe Hagen, Ella-Sade Hagen-Janson, Komi Togbonou, Filmkomponist: Reggie Moore

Kay ist Mitte dreißig und war eine lebenshungrige, impulsive, junge Frau bis zu ihrem schweren Autounfall, verursacht durch ihren Exverlobten. Sie verlor ihr Augenlicht und lebt seitdem unauffällig und zurückgezogen in der Großstadt Berlin. Das Verhalten ihres Exverlobten und die bittere Wahrheit, dass sie nie wieder sehen wird, haben aus ihr eine übersensible, zynische Frau gemacht, die sich kaum Emotionen erlaubt und Gefühle von vornherein abblockt. Sie hat eine markante, wohlklingende Stimme, die sie nur als Nachrichtensprecherin einsetzt.

Falk ist Witwer und alleinerziehender Vater eines 8-jährigen Jungen. Er verdient seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer. Er hat sich in Kays Stimme verliebt und hört bei jeder Gelegenheit ihren Sender. Falk liebt das Leben und genießt es in all seinen Facetten. Er versucht, seiner Tochter seine Lebensphilosophie zu vermitteln: »Carpe Diem«. Carla liebt ihren Vater, vermisst jedoch ihre verstorbene Mutter sehr. Falks größter Wunsch, die Frau mit der schönen Stimme kennenzulernen, wird in Erfüllung gehen. Doch er ist nicht vorbereitet auf Kays Distanz.

Pan ist mit neun Jahren an der Makula erkrankt und seitdem stark sehbehindert. Es fehlt ihm der zentrale Blickpunkt, das bedeutet, dass er keine Gesichter erkennen kann. Pan ist schwul und lebt mit seiner Hündin Lilli in einer bescheidenen Zwei-Zimmer-Wohnung. Er arbeitet als Klavierstimmer und liebt die Klassik, insbesondere Bach. Er liebt die Stille, lange Spaziergänge mit Lilli und seine Arbeit. Das Einzige, was ihm zu seinem kleinen Glück fehlt, ist ein Lebenspartner.

Till ist Inhaber einer kleinen Boutique für afrikanische Möbel und Accessoires. Er lebt mit seiner Freundin Antje, einer erfolgreichen Werbekauffrau, seit einigen Jahren zusammen. Es ist allerdings mehr ein Nebeneinanderleben, da Till sich nicht eingesteht, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt. Till träumt von einer Familie mit Kindern und verdrängt seine Homosexualität. Er spielt Klavier und trifft auf Pan, der seinem Leben eine neue Wendung gibt.

Elena ist eine selbstbewusste junge Frau mit trockenem Humor. Sie ist Therapeutin und arbeitet hauptsächlich mit Blinden und Sehbehinderten zusammen. Elena hat noch zwei Prozent Sehrest – ihre Angst, diese zu verlieren, überschattet ihren gesamten Alltag. Sie gerät in Panik, wenn sie daran denkt, von anderen Menschen abhängig zu sein oder zu werden. Insofern versucht sie, ihre Behinderung einfach zu ignorieren, bis Benjamin ihr Patient wird.

Benjamin ist von Geburt an vollblind und wuchs in einem Internat auf. Als er diesen »Kokon« verlassen musste, nahm er seine »grauen Freunde« mit. Diese imaginären grauen Freunde weichen nicht von seiner Seite und sind der Anlass, dass sein Chef – der Inhaber von Falks Taxiunternehmen – ihn zur Therapie zu Elena schickt. Benjamin ist ein Mann mit Prinzipien, aber mit wilden Phantasien. Immer der Situation angepasst.

»Auf den zweiten Blick« ist eine lakonisch erzählte Liebesgeschichte von sechs unterschiedlichen Menschen, die sich begegnen, einander abtasten und sich schließlich mit ihren unterschiedlichen Eigenarten, verlieben.

Mo 11.03. 20:00 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Sheri Hagen