Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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So 20

18:30  Der Duft des Westpakets
in Anwesenheit der Regisseurinnen Maja Stieghorst & Brit-J. Grundel
22:30  Born in Evin (OmU)

Mo 21

20:00  Born in Evin (OmU)
in Anwesenheit der Regisseurin Maryam Zaree

Di 22

20:30  Berlin – Filme der Stadt
Symphony of Now

in Anwesenheit des Produzenten Max Hassemer
22:00  Born in Evin (OmU)

Mi 23

17:00  Born in Evin (OmU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt
Berlinized
Die 60. Vorstellung!

in Anwesenheit von Regisseur Lucian Busse


Fr 25

keine Vorstellung 


So 27

15:15  Born in Evin (OmU)
20:00  easy love
mit anschließender Diskussion mit dem Paar- und Sexualtherapeuten Ralf Sturm


Di 29

20:00  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams
22:30  easy love



Fr 01

keine Vorstellung 

Sa 02

16:45  Born in Evin (OmU)
20:00  Weitermachen Sanssouci
in Anwesenheit des Regisseurs Max Linz
21:45  Parasite (OmeU)


Mo 04

18:30  Born in Evin (OmU)
20:15  Parasite (OmeU)

Di 05

18:30  Born in Evin (OmU)
20:15  Parasite (OmeU)

Mi 06

20:00  Das Gegenteil von Grau (OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Coers
22:00  Parasite (OmeU)

Fortsetzung folgt…

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Deckname Jenny

D 2017, 108 min, Buch & Regie: Samira Fansa, Co-Regie: Jane Georget Leonhardt, Bildgestaltung: Christian Taschka, Schnitt: Andre Weinreich, Musik: Guts Pie Earshot, Nomi & Aino, mit Sarah Graf, Ulf Peter Schmitt, David Schellenberg, Jörg Messerschmidt, Detlef Neuhaus u.a.

Eine Geschichte zwischen Liebe und Verrat, Hoffnung und Resignation, Widerstand und Freundschaft: Jennys anarchistische Bande will nicht mehr zuschauen: Flüchtlinge an den zäunen Europas, eingesperrt in Lagern. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen zufällig herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen. Der Deckname »Jenny« und dessen klare Zuordnung verschwimmt plötzlich um so mehr, je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.


Ein politischer Spielfilm. Subversiv. Anarchistisch.

Eine fiktive Geschichte von radikalen, jungen Aktivist*innen und alten militanten aus der Stadtguerilla, erzählt mit Augenzwinkern. Aus Liebe und Sympathie zu Menschen die sich wehren. Gegen Rassismus, gegen Homophobie, gegen die „Festung Europa“. Es geht um Menschen mit Stärken und Schwächen – nicht um Geschlechterstereotypen. Nicht um Macker. Nicht um »fucking Helden«. Der Blick auf die Menschen mit ihren Decknamen: queer und feministisch. Ohne ideologische Verrenkungen und moralischen Zeigefinger. Aber scharf radikal. Worte. Auseinandersetzungen – die selten den Weg auf eine Kinoleinwand schaffen.

Das Team bestimmte die Radikalität des Filmes. Und das Umfeld, das den Film als politisches Projekt unterstützte. Ohne marktorientierte Produktion und zweifelhafte Förderungen. Gedreht fast ohne Geld. Mit starker Unterstützung der selbstverwalteten Filmschule »filmArche«. Ein Film, der sich nicht vor der Auseinandersetzung scheut, die Gewaltfrage zum Thema zu machen. Im Kontext dieser Zeit. In einer Zeit, in der ein Innenminister unwidersprochen die Aktionen, den Krawall und militanten Aktionen der menschen gegen den G20 Gipfel in Hamburg mit Nazimördern und IS-terror gleichzusetzen wagt. Und gleichzeitig linke Onlinemedien abschaltete, als befänden wir uns in einer Militärdiktatur.

Dieser Film ist mehr als ein politischer Spielfilm zum konsumieren. Fiktion und Dokumentarisches verschwimmen immer wieder, der Deckname »Jenny« steht plötzlich für mehr als für eine Person. Und nebenbei bricht die Story mit ein paar dramaturgischen Gewohnheiten eines Kinofilmes und etabliert einen eigenen Stil. die Akteur*innen im Set werden Teil des Filmes, und reale Aktivist*innen werden Schauspieler*innen. Und professionelle Schauspieler*innen sprechen Themen an, die sich Aktivist*innen aus Selbstschutzgründen verkneifen. Mit der Musik von Gut Pie Earshot und Nomi & Aino.

Di 08.10. 20:00 Uhr

in Anwesenheit des Filmteams

Di 29.10. 20:00 Uhr

in Anwesenheit des Filmteams