Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Di 18

17:15  Mellow Mud (OmU)
19:00  Berlin – Filme der Stadt
Unternehmen Paradies

in Anwesenheit des Regisseurs Volker Sattel

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Mi 19

17:15  Yours in Sisterhood (OmU)
19:00  Der Himmel küsst die Berge
in Anwesenheit der Regisseurin Pascale Schmidt


Fr 21

keine Vorstellung 



Mo 24

keine Vorstellung 

Di 25

keine Vorstellung 






Mo 31

keine Vorstellung 



Fortsetzung folgt…

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Deckname Jenny

D 2017, 108 min, Buch & Regie: Samira Fansa, Co-Regie: Jane Georget Leonhardt, Bildgestaltung: Christian Taschka, Schnitt: Andre Weinreich, Musik: Guts Pie Earshot, Nomi & Aino, mit Sarah Graf, Ulf Peter Schmitt, David Schellenberg, Jörg Messerschmidt, Detlef Neuhaus u.a.

Eine Geschichte zwischen Liebe und Verrat, Hoffnung und Resignation, Widerstand und Freundschaft: Jennys anarchistische Bande will nicht mehr zuschauen: Flüchtlinge an den zäunen Europas, eingesperrt in Lagern. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen zufällig herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen. Der Deckname »Jenny« und dessen klare Zuordnung verschwimmt plötzlich um so mehr, je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.


Ein politischer Spielfilm. Subversiv. Anarchistisch.

Eine fiktive Geschichte von radikalen, jungen Aktivist*innen und alten militanten aus der Stadtguerilla, erzählt mit Augenzwinkern. Aus Liebe und Sympathie zu Menschen die sich wehren. Gegen Rassismus, gegen Homophobie, gegen die „Festung Europa“. Es geht um Menschen mit Stärken und Schwächen – nicht um Geschlechterstereotypen. Nicht um Macker. Nicht um »fucking Helden«. Der Blick auf die Menschen mit ihren Decknamen: queer und feministisch. Ohne ideologische Verrenkungen und moralischen Zeigefinger. Aber scharf radikal. Worte. Auseinandersetzungen – die selten den Weg auf eine Kinoleinwand schaffen.

Das Team bestimmte die Radikalität des Filmes. Und das Umfeld, das den Film als politisches Projekt unterstützte. Ohne marktorientierte Produktion und zweifelhafte Förderungen. Gedreht fast ohne Geld. Mit starker Unterstützung der selbstverwalteten Filmschule »filmArche«. Ein Film, der sich nicht vor der Auseinandersetzung scheut, die Gewaltfrage zum Thema zu machen. Im Kontext dieser Zeit. In einer Zeit, in der ein Innenminister unwidersprochen die Aktionen, den Krawall und militanten Aktionen der menschen gegen den G20 Gipfel in Hamburg mit Nazimördern und IS-terror gleichzusetzen wagt. Und gleichzeitig linke Onlinemedien abschaltete, als befänden wir uns in einer Militärdiktatur.

Dieser Film ist mehr als ein politischer Spielfilm zum konsumieren. Fiktion und Dokumentarisches verschwimmen immer wieder, der Deckname »Jenny« steht plötzlich für mehr als für eine Person. Und nebenbei bricht die Story mit ein paar dramaturgischen Gewohnheiten eines Kinofilmes und etabliert einen eigenen Stil. die Akteur*innen im Set werden Teil des Filmes, und reale Aktivist*innen werden Schauspieler*innen. Und professionelle Schauspieler*innen sprechen Themen an, die sich Aktivist*innen aus Selbstschutzgründen verkneifen. Mit der Musik von Gut Pie Earshot und Nomi & Aino.

So 16.12. 20:30 Uhr

in Anwesenheit des Filmteams