Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Mi 18

17:00  Zama (OmU)
19:00  Zurück auf Anfang
kanalB: #10 Genua

in Anwesenheit der Filmemacher*innen

Das gesamte Programm ansehen


Fr 20

keine Vorstellung 

Sa 21

14:00  Zama (OmU)
20:30  Saturday Asia
Farewell Halong
(OmeU)
in presence of the director Duc Ngo Ngoc

So 22

18:30  Das Gegenteil von Grau (OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Coers
20:30  Zama (OmU)

Mo 23

20:00  Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992 (OmU)
in Anwesenheit der Regisseurin Dagmar Schulz und der Co-Autorin Ika Hügel-Marshall

Di 24

20:30  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams
22:30  Zama (OmU)

Mi 25

17:00  Zama (OmU)
19:00  Mietrebellen (OmeU)
in Anwesenheit des Filmteams


Fr 27

keine Vorstellung 




Di 31

20:00  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams
22:15  Zama (OmU)


Fortsetzung folgt…

Programm reduzieren
Download Programm-PDF:
 Lichtblick-07-2018.pdf (2.9 MB)
 Saal_2-07-2018.pdf (767 kB)

Der junge Karl Marx

Frankreich/D/Belgien 2016, 118 min, Regie: Raoul Peck, Buch: Pascal Bonitzer, Raoul Peck, Kamera: Kolja Brandt, mit August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps u.a.

Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution: der 26-jährige Karl Marx (August Diehl) lebt mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig. Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt. Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel, sie können sich hervorragend miteinander betrinken, und sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen.

Die sozialen und politischen Krisen brodeln, doch die Intellektuellen in Deutschland und Frankreich reagieren nur mit ausflüchtender Rhetorik. Marx und Engels wollen nicht mehr nur Theorie, sondern Wirklichkeit, sie wollen den Massen ein neues Weltbild geben. Doch dafür müssen sie die Arbeiterbewegung hinter sich bringen – nicht so leicht, denn mit ihrer jugendlichen Anmaßung stoßen Marx und Engels so manchen gestandenen Revolutionär vor den Kopf. Trotz Zensur, Polizeirazzien und internen Machtkämpfen lassen sie nicht nach in ihren Versuchen, eine neue Vision von menschlicher Gemeinschaft zu formulieren.

»Der junge Karl Marx« ist großes historisches Kino über die Begegnung zweier Geistesgrößen, die die Welt verändern und die alte Gesellschaft überwinden wollten. In großen Bildern und mit viel Sensibilität erzählt Regisseur Raoul Peck die Entstehungsgeschichte einer weltbekannten Idee als Porträt einer engen Freundschaft. Ihm gelingt ein so intimer wie präziser Blick in die deutsche Geistesgeschichte, die durch zwei brillante und gewitzte Köpfe seit der Renaissance nicht mehr so grundlegend erschüttert wurde.

So 20.05. 17:00 Uhr
Mo 21.05. 16:45 Uhr
Sa 26.05. 16:30 Uhr
Di 29.05. 22:15 Uhr
Mi 30.05. 18:30 Uhr