Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Fr 26

keine Vorstellung 

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So 28

19:00  Das Gegenteil von Grau
in Anwesenheit des Regisseurs Matthias Coers und des Filmteams
22:45  I Am Not Your Negro (OmU)

Mo 29

19:00  La Nueve – Die vergessenen Helden der Befreiung (OmU)
anschließend wird Paco Roca seinen Comic-Band »Die Heimatlosen« vorstellen
20:30  EXBlicks:
Garten der Sterne – Garden of Stars
(OmeU)
in presence of directors Pasquale Plastino & Stéphane Riethauser

Di 30

19:00  I Am Not Your Negro (OmU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt:
Mädchen in Koffer
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Albrecht Hirche


Fortsetzung folgt…

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Der junge Karl Marx

Frankreich/D/Belgien 2016, 118 min, Regie: Raoul Peck, Buch: Pascal Bonitzer, Raoul Peck, Kamera: Kolja Brandt, mit August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps u.a.

Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution: der 26-jährige Karl Marx (August Diehl) lebt mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig. Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt. Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel, sie können sich hervorragend miteinander betrinken, und sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen.

Die sozialen und politischen Krisen brodeln, doch die Intellektuellen in Deutschland und Frankreich reagieren nur mit ausflüchtender Rhetorik. Marx und Engels wollen nicht mehr nur Theorie, sondern Wirklichkeit, sie wollen den Massen ein neues Weltbild geben. Doch dafür müssen sie die Arbeiterbewegung hinter sich bringen – nicht so leicht, denn mit ihrer jugendlichen Anmaßung stoßen Marx und Engels so manchen gestandenen Revolutionär vor den Kopf. Trotz Zensur, Polizeirazzien und internen Machtkämpfen lassen sie nicht nach in ihren Versuchen, eine neue Vision von menschlicher Gemeinschaft zu formulieren.

»Der junge Karl Marx« ist großes historisches Kino über die Begegnung zweier Geistesgrößen, die die Welt verändern und die alte Gesellschaft überwinden wollten. In großen Bildern und mit viel Sensibilität erzählt Regisseur Raoul Peck die Entstehungsgeschichte einer weltbekannten Idee als Porträt einer engen Freundschaft. Ihm gelingt ein so intimer wie präziser Blick in die deutsche Geistesgeschichte, die durch zwei brillante und gewitzte Köpfe seit der Renaissance nicht mehr so grundlegend erschüttert wurde.

Seit dem 19. März findet in regelmäßigen Abständen die Gesprächsreihe »Marx-Dialoge im Foyer« jeweils im Anschluss an den Film statt, zu der verschiedene Gäste geladen sind.

Sa 06.05. 19:00 Uhr

Marx-Dialog – in Anwesenheit des Philosophen Wolfgang Fritz Haug