Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Mo 27

19:00  Berlin – Filme der Stadt
Mädchen in Koffer
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Albrecht Hirche
20:30  EXBLICKS
Lord of the Toys
(OmeU)
in presence of director Pablo Ben Yakov and cinematographer André Krummel

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Di 28

17:00  get me some HAIR! (OmeU)
20:30  Macht das alles einen Sinn? – Und wenn ja, warum dauert es so lange?
in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Wilcke
22:15  Lord of the Toys (OmeU)

Mi 29

17:00  Lord of the Toys (OmeU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt
Gestern Mitte Morgen
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Peter Zach
22:15  get me some HAIR! (OmeU)

Fortsetzung folgt…

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Filmreihe

Werkschau Wim Wenders

ab 12. Februar

Bereits seit Jahren hat Wim Wenders’ Film »Der Himmel über Berlin« einen festen Platz in unserer Filmreihe »Berlin – Filme der Stadt«. Auf der Berlinale 2015 wird Wim Wenders nun mit einem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet. Dies nehmen wir zum Anlass, eine umfassendere Auswahl seiner Filme zu zeigen.


Der Himmel über Berlin (OmeU)

BRD/Frankreich 1987, 127 min, Regie: Wim Wenders, Kamera: Henri Alekan, mit Bruno Ganz, Otto Sander, Curt Bois, Solveig Dommartin, Peter Falk u. a.

»Der Himmel über Berlin« ist Peter Handkes und Wim Wenders poetisch-literarisches Märchen über den Engel Damiel, der auf seiner Wanderung durch Berlin die Trapezkünstlerin Marion trifft und sich in sie verliebt. Er beginnt sein Dasein in Frage zu stellen und spürt das Verlangen die Welt als Mensch erfahren zu können. Damiel gibt sein sicheres Leben als Engel auf und wird sterblich, um zu erleben was kein Engel weiß – die sinnlichen Erfahrungen des Lebens…

Do 12.02. 19:45 Uhr
So 22.02. 22:00 Uhr

Alice in den Städten

Roadmovie, BRD 1973, 112 min, Regie: Wim Wenders, Kamera: Robby Müller, Martin Schäfer, mit Edda Köchl, Didi Petrikat, Rüdiger Vogler, Lisa Kreuzer, Yella Rottländer u. a.

Nachdem der junge Journalist Philipp Winter eine Reportagereise durch das ländliche Amerika vorzeitig abgebrochen hat, beschließt er, mit seinem letzten Geld nach Deutschland heimzukehren. Auf dem New Yorker Flughafen lernt er eine junge Frau namens Lisa und deren achtjährige Tochter Alice kennen. Philipp verbringt die Nacht mit Lisa, die am nächsten Morgen verschwunden ist und nichts außer einer kleinen Nachricht zurückgelassen hat, in der sie Philipp bittet, Alice mit nach Amsterdam zu nehmen. Sie selbst wolle in wenigen Tagen nachkommen.

Da Philipp das kleine Mädchen nicht allein zurücklassen will, fliegt er mit ihr nach Amsterdam. Dort warten die beiden jedoch vergeblich auf Alices Mutter. Mit seiner kleinen Begleiterin macht Philipp sich schließlich auf die Suche nach deren Großmutter, die in Deutschland lebt. Einziger Haken: Alice hat weder den echten Namen noch die Anschrift ihrer »Oma«. Einziger Hinweis ist ein Foto des großmütterlichen Hauses, das Alice in Wuppertal vermutet. Als die beiden dort nicht fündig werden, machen sie sich auf eine abenteuerliche Irrfahrt durch das Ruhrgebiet. Dabei entwickelt sich zwischen dem unfreiwilligen Reiseduo ohne große Worte eine stille Zuneigung.

Sa 14.02. 22:15 Uhr
Mo 23.02. 22:00 Uhr
Mo 02.03. 22:00 Uhr

In weiter Ferne, so nah!

D 1993, 146 min, Regie: Wim Wenders, Kamera: Jürgen Jürges, mit Willem Dafoe, Horst Buchholz, Otto Sander, Nastassja Kinski u. a.

In »Der Himmel über Berlin« hatte sich der Engel Damiel in die Artistin Marion verliebt und war zum Menschen geworden. Sein Freund Cassiel blieb allein, unsichtbar und etwas traurig auf dem Flügel des Engels der Siegessäule sitzend, in seiner zeitlosen Ewigkeit zurück.

Sechs Jahre später: Die Berliner Mauer ist gefallen. Cassiel schaut Michail Gorbatschow über die Schulter und lauscht dessen Gedanken. Die Zeit führt sich auf, als sei sie rasend geworden. Aber wie in den Ewigkeiten zuvor weiß Cassiel immer nur, nie darf er ahnen. Er wünscht sich weiterhin, einmal »Ach! und Oh!« und »Ach! und Weh!« sagen zu können, statt lediglich »Ja und Amen«. Nicht ein einziges Mal kann er handfest eingreifen, weder ins Leben, noch in den Gang der Geschichte…

So 15.02. 22:00 Uhr
Mi 25.02. 22:00 Uhr

Der amerikanische Freund

D/Fr 1976/77, 127 min, Regie: Wim Wenders, nach einem Roman von Patricia Highsmith, mit Dennis Hopper, Bruno Ganz, Lisa Kreuzer

Der Handwerker Jonathan lebt mit seiner Familie in Hamburg, wo er eine kleine Werkstatt hat, in der er Bilder herstellt. Eines Tages taucht ein Franzose bei ihm auf, der ihm ein unglaubliches Angebot unterbreitet: Für 250.000 Mark soll er nach Paris reisen, um dort einen Mafioso zu ermorden. Steckt hinter diesem Auftrag möglicherweise Jonathans neuer Bekannter, der enigmatische Tom Ripley?

Jonathan nimmt den Auftrag an, weil er mit dem Geld eine medizinische Behandlung seiner schweren Erkrankung finanzieren will. Aber mit diesem einen Auftragsmord ist die Sache noch nicht ausgestanden. Schon bald soll er einen weiteren Mann umbringen. Mit Tom Ripleys Hilfe, der auf mysteriöse Weise mit der ganzen Affäre zu tun hat, versucht Jonathan, sich aus den Fängen der Gangster zu befreien.

Mo 16.02. 20:00 Uhr
Mi 04.03. 22:00 Uhr

Der Stand der Dinge

BRD/Portugal/USA 1982, 124 min, Regie: Wim Wenders, mit Viva Auder, Artur Semedo, Samuel Fuller, Patrick Bauchau, Isabelle Weingarten, Paul Getty III, Roger Corman, Robert Kramer, Allen Garfield u. a.

Der deutsche Regisseur Friedrich Munro dreht mit amerikanischen Geldern einen Film in Portugal. Die Dreharbeiten finden ein abruptes Ende, als es von einem Tag auf den anderen kein Filmmaterial mehr gibt. Der Produzent Gordon reist nach Los Angeles ab, um die weitere Finanzierung des Projekts zu sichern.

Da Gordon aber nichts von sich hören lässt, bricht Friedrich schließlich selbst nach Los Angeles auf. Dort muß er feststellen, daß seine amerikanischen Geldgeber seinen Film nicht weiter fördern wollen: Ein Schwarz-Weiß-Film, gedreht von einem deutschen Regisseur mit europäischen Schauspielern, scheint ihnen wenig Erfolg versprechend.

Für Friedrich und Gordon wird das Ringen um ihre filmische Arbeit zu einem Kampf, in dem es schließlich um Leben und Tod geht…

Di 17.02. 18:00 Uhr
Di 03.03. 22:00 Uhr

Paris, Texas

BRD/F/GB 1984, 145 min, Regie: Wim Wenders, Kamera: Robby Müller, mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Aurore Clément, Jeni Vici, Dean Stockwell, Hunter Carson, Bernhard Wicki, John Lurie u. a., Musik: Ry Cooder

Dieses ungewöhnliche Roadmovie, zu dem der gefeierte Autor Sam Shepard das Drehbuch schrieb, erzählt die Geschichte von Travis, einem Mann, der in seiner persönlichen Hölle gefangen ist. Nachdem er vier Jahre lang als tot gegolten hat, taucht er wieder auf in der Wüste nahe der mexikanischen Grenze, des Lebens überdrüssig und ohne Erinnerung. Er spürt seinen Bruder Walt auf, der sich um seinen 7-jährigen Sohn Hunter kümmert. Seine Ex-Frau Jane hatte Hunter Jahre vorher vor Walts Tür ausgesetzt.

Hunter und Travis beginnen behutsam, eine Freundschaft aufzubauen und machen sich gemeinsam auf die Suche nach Jane, damit sie wieder eine richtige Familie sein können.

Mi 18.02. 22:00 Uhr
So 01.03. 22:00 Uhr

Lisbon Story

D/Portugal 1994, 99 min, Buch und Regie: Wim Wenders, mit Rüdiger Vogler, Patrick Bauchau, Teresa Salgueiro, Madredeus

Der Regisseur Friedrich Monroe scheitert bei dem Versuch, einen stummen Schwarzweißfilm über Lissabon zu machen und ruft seinen Freund, den Toningenieur Phillip Winter um Hilfe an. Der kommt jedoch zu spät und findet nur den angefangenen Film vor. Monroe ist verschwunden, und Winter, fasziniert von der Stadt und einer portugiesischen Sängerin, entschließt sich, auf seinen Freund zu warten und auf eigenen Faust Töne für den Film zu suchen. Mit einer Videokamera auf dem Rücken beschreitet Monroe jetzt ganz andere Wege…

Wim Wenders’ »Lisbon Story« ist ein Film über das Filmemachen und eine Liebeserklärung an die Stadt Lissabon und das Kino.

Sa 21.02. 20:30 Uhr
Do 26.02. 18:00 Uhr

Die Gebrüder Skladanowsky

D 1995, 79 min, Regie: Wim Wenders mit Studenten der HFF, Kamera: Jürgen Jürges, mit Udo Kier, Nadine Büttner, Eugen Skladanowsky, Lucie Hürtgen-Skladanowsky, Rüdiger Vogler, Bodo Lang

Das Kino ist nicht auf einen Schlag erfunden worden, es hatte viele Vorläufer. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts arbeiteten Ingenieure und Erfinder in der ganzen Welt fieberhaft daran, die Bilder zum Laufen zu bringen, z. B. Edison in Amerika, die Brüder Lumière in Frankreich, der spurlos verschollene Le Prince in England oder die Gebrüder Skladanowsky in Berlin. Letztere hatten schon 1892 mit einer selbstgebauten Kamera »lebende Bilder« aufgenommen, brauchten dann aber noch drei weitere Jahre, bis sie auch einen Projektor fertig hatten, ihn »Bioskop«.

Am 1. November 1895, sechs Wochen vor der Vorführung der Lumières in Paris, zeigten sie im Berliner Varieté »Wintergarten« vor einem zahlenden Publikum ein Programm von acht Filmschleifen. Ihr Vorführapparat war dem der Lumières sicherlich unterlegen, aber er funktionierte.

Die Skladanowskys waren Schausteller und Bastler, keine Ingenieure. Sie hatten weder eine Industrie hinter sich, noch besaßen sie nennenswerte Geldmittel. Aber sie haben das Kino auf eine poetische, liebenswerte und völlig »undeutsche« Art miterfunden.

Der Film handelt von der Erfindung des Kinos in Berlin, von dem Triumph und der Enttäuschung der Skladanowskys. Er beginnt vor 100 Jahren und endet heute, bei Max Skladanowskys Tochter Lucie, die sich an ihren Vater und die Kindertage des Kinos noch gut erinnert. Gedreht wurde der Film zum großen Teil auf einer Handkurbelkamera aus der Stummfilmzeit, in bester Slapsticktradition.

Di 24.02. 19:00 Uhr
Sa 28.02. 22:00 Uhr

Das Salz der Erde

Dokumentarfilm, Brasilien/Frankreich/Italien 2014, 109 min, Regie: Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado

In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte – von internationalen Konflikten, Kriegen und ihren Folgen, von Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Seine beeindruckenden Fotoreportagen haben den Blick auf unsere Welt geformt. Salgado selbst wäre seelisch an dieser Aufgabe fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: »Genesis«. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

»Das Salz der Erde« präsentiert Sebastião Salgados Leben und Arbeit aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und einer der großen Filmemacher unserer Zeit.

Do 26.02. 19:45 Uhr
Sa 28.02. 20:00 Uhr
So 01.03. 20:15 Uhr
Mo 02.03. 20:15 Uhr
Di 03.03. 20:15 Uhr
Mi 04.03. 20:15 Uhr
Sa 07.03. 16:00 Uhr
So 08.03. 12:30 Uhr

Matinée-Vorführung

Di 10.03. 16:45 Uhr
Mi 11.03. 16:45 Uhr