Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Mo 22

17:00  Detroit (OmU)
21:45  Aus dem Nichts (OmeU)

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Mi 24

17:00  Detroit (OmU)
21:45  Aus dem Nichts (OmeU)


Fr 26

keine Vorstellung 



Mo 29

17:00  My Two Polish Loves (OmU)
20:30  ExBlicks:
The Long Summer of Theory
(OmeU)
in presence of the director Irene von Alberti
22:30  Aus dem Nichts (OmeU)

Di 30

17:00  My Two Polish Loves (OmU)
19:00  Im inneren Kreis (OmeU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt:
Mann im Spagat – Pace, Cowboy, Pace

in Anwesenheit des Regisseurs Timo Jacobs
22:30  Aus dem Nichts (OmeU)

Mi 31

19:00  Im inneren Kreis (OmeU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt:
Mann im Spagat – Pace, Cowboy, Pace

in Anwesenheit des Regisseurs Timo Jacobs
22:30  Aus dem Nichts (OmeU)

Fortsetzung folgt…

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Filmreihe

Exil, Widerstandund Befreiung
Antifaschistische Filmreihe zum 70. Jahrestag
der Befreiung vom Faschismus (Teil 2)

19.5.–3.6.

70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus haben die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten und das Lichtblick-Kino eine kleine antifaschistische Filmreihe aus Spielfilmen und Dokumentarfilmen zusammengestellt.

Der Terror des NS-Regime, der internationale Widerstand dagegen, die Geschichten der NS-Opfer und der Nazitäter sind das Thema zahlreicher antifaschistischer Filme seit Anfang der 40iger Jahre. Selbst Humphrey Bogart ließ es sich nicht nehmen zusammen mit deutschen Immigranten in Hollywood gegen die Nazis anzuspielen.

Der erste Teil der Filmreihe lief im Regenbogenkino in Kreuzberg.


Der Junker und der Kommunist

D 2003–2009, 72 min, Regie: Ilona Ziok

Der Film zeichnet das Leben Carl-Hans Graf von Hardenbergs (1891–1958) und Fritz Perlitz (1908–1972) nach, zweier Männer, deren Ideale unterschiedlicher kaum sein können. Während Hardenberg, letzter Standesherr auf Schloss Neuhardenberg bei Berlin und überzeugter Monarchist, in das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 involviert ist, ist Perlitz ein überzeugter Kommunist.

Und doch sind beide durch den gemeinsamen Feind, das NS-Regime, verbunden. Anlässlich eines Landarbeiterstreiks zur Weltwirtschaftskrise 1931 begegnen sich die Männer zum ersten Mal – Fritz Perlitz auf Seiten der Arbeiter, der Graf auf der anderen. Das Wiedersehen der beiden »Vaterlandsverräter« im Krankenbau des KZ Sachsenhausen im Jahr 1944 markiert den Beginn einer Freundschaft wider Willen – die Vereinigung zweier unüberbrückbarer Geisteshaltungen.

Di 19.05. 17:15 Uhr
Mi 20.05. 20:30 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Ilona Ziok

Di 02.06. 17:00 Uhr
Mi 03.06. 17:00 Uhr

Premiere:
La Nueve –
Die vergessenen Helden der Befreiung (OmU)

F 2009, 53 min, Regie: Alberto Marquardt, Originaltitel: La Nueve ou les oubliés de la victoire

Die offizielle Geschichtsschreibung vergisst oftmals die wahren Helden. So erging es auch den Soldaten der 9. Kompanie in General Leclercs 2. Bewaffneter Division. Am 24. August 1944 waren sie die ersten, die ins befreite Paris einmarschierten. Ihr Kampf begann allerdings nicht an diesem Datum und endete hier auch nicht. Über zehn Jahre kämpften sie gegen den Faschismus in Europa. Die meisten unter ihnen waren Spanier und ihr Kampf begann 1936 gegen Franco und führte sie danach nach Frankreich, Nord-Afrika und vielen anderen Orten bis zu Hitlers Adlerhorst auf dem Obersalzberg, in der Hoffnung in ein befreites Spanien zurückzukehren. Nicht für nationale Interessen griffen sie zur Waffe: »Wir kämpften nicht für eine Fahne, wir kämpften für unsere Ideale, für die Freiheit.«, wie es einer von ihnen ausdrückte. Am Ende wurden ihre Hoffnungen im Kalten Krieg aufgerieben: Franco wurde ein Alliierter der »Freien Welt«…

Im Film erzählen die Überlebenden Luis Royo und Manuel Fernandez ihre Geschichte. Sie blicken zurück ohne Verbitterung und sprechen über diese Jahre mit dem Wissen, das Richtige gemacht zu haben. Und sie würden keinen Augenblick zögern, es wieder zu tun…

Sa 23.05. 19:30 Uhr
Mo 25.05. 17:15 Uhr
Di 26.05. 17:15 Uhr
Mi 27.05. 17:15 Uhr
Do 28.05. 17:00 Uhr

Fritz Bauer – Tod auf Raten

D 2010, 97 min, Regie: Ilona Ziok

Fritz Bauer war wohl der profilierteste Staatsanwalt, den die Bundesrepublik je hatte. Er sah sich als »Jurist aus Freiheitssinn« und war überzeugt, dass der Bürger ein Widerstandsrecht gegen Willkürakte des Staates hat. Hierfür stritt er als niedersächsischer Generalstaatsanwalt 1952/53 in einem aufsehenerregenden Prozess, in dem es um die Legitimität des 20. Juli 1944 ging und in dessen Verlauf Bauer die Rehabilitierung der hingerichteten Verschwörer erreichte.In diesem Prozess wurde erstmalig in Deutschland der NS-Staat von einem Gericht zum Unrechtstaat erklärt.

Mit derselben Zielgerichtetheit hat er die Aufhellung und Ahndung der NS-Verbrechen in Gang gesetzt. Als hessischer Generalstaatsanwalt (1956–1968) war er der maßgebliche Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse.

Eine wichtige Rolle spielte Bauer auch bei der Ergreifung Adolf Eichmanns, indem er den Aufenthaltsort des »Buchhalters der Endlösung« an den israelischen Mossad verriet, damit Eichmann in Jerusalem vor Gericht gestellt werden konnte. Während seiner Amtszeit hat er zudem die Reform des Strafvollzugs vorangetrieben. Dessen Humanisierung gehörte für ihn zu einer humanen Gesellschaft. Im restaurativen Klima der Adenauer-Ära wurde Bauer zu einer »Provokation für den Zeitgeist«. Aufsätze und Reden mit Titeln wie »Mörder unter uns« und »Am Ende waren die Gaskammern« erregten nicht nur rechtsradikale Kritik, sondern auch beim bürgerlichen Publikum Anstoß. Antisemitische und politische Anfeindungen begleiteten sein Leben. Ein schwerer Schlag war für Bauer die Verabschiedung der Notstandsgesetze im Mai 1968. Bauer sah sie als eine irreparable Wende zum autoritären Staat an. Am 30. Juni 1968 wurde er tot in seiner Frankfurter Wohnung aufgefunden. Die Umstände seines Todes geben bis heute Rätsel auf.

Mi 20.05. 19:00 Uhr
So 24.05. 18:15 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Ilona Ziok

Mo 01.06. 17:00 Uhr

Morituri

D 1948, 84 min, Regie: Eugen York, Drehbuch: Arthur Brauner, Gustav Kampendonk, mit Lotte Koch, Walter Richter und Winnie Markus

In einem KZ verhilft ein polnischer Arzt ein paar Häftlingen mit unterschiedlicher Nationalität zur Flucht. In einem Waldstück richten sich der Arzt und seine neuen Begleiter ein Versteck ein und müssen fortan vor der näher kommenden Front, knapper werdenden Lebensmitteln und SS-Schergen auf der Hut sein. Zwar gelingt es den Nazis, den Arzt zu erschießen, aber bevor sie in das Versteck der Flüchtlinge entdecken können, entwickeln sich die Dinge auf unvorhersehbare Weise…

Einer der ersten Filme, die sich Nationalsozialismus, Holocaust und Krieg auseinandersetzte. Produzent Arthur Brauner schrieb das Drehbuch auf Basis seiner eigenen Erfahrungen als polnischer Jude.

Sa 23.05. 20:30 Uhr

mit einer Einführung von Günter Agde

Sa 30.05. 22:30 Uhr

Ein Menschenschicksal

UdSSR 1959, 103 min, Regie: Sergei Bondartschuk, mit: Sergei Bondartschuk, Pawlin Browkin, Sinaida Kirijenko, Juri Awerin, Konstantin Alexajew

Nach dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion muss der Zimmermann Andrej Sokolow Abschied von seiner Familie nehmen. Er wird in den ersten Kriegsmonaten verwundet und gerät in Gefangenschaft. Er überlebt zwei Jahre Konzentrationslager und kann schließlich mit Geheimpapieren hinter die Frontlinie fliehen, die er an die Rote Armee aushändigt. In einem kurzen Heimaturlaub muss er feststellen, dass seine Frau und die beiden Töchter bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Nur sein Sohn, inzwischen ein junger Offizier, ist ihm geblieben. Wieder an die Front zurückgekehrt, erhält er am letzten Kriegstag die Nachricht, dass sein Sohn gefallen ist.

Als er nach dem Krieg einsam und allein an einem fremden Ort arbeitet, lernt er den kleinen Waisenjungen Wanja kennen, dessen Mutter tot und dessen Vater gefallen ist. Sokolow gibt sich als sein Vater aus, um dem Jungen und sich selbst eine Perspektive zu geben.

Sa 23.05. 22:15 Uhr
So 24.05. 20:30 Uhr

Casablanca (OmU)

USA 1942, 102 min, Regie: Michael Curtiz, mit Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid, Claude Rains

Eine Gruppe von Flüchtlingen, Abenteurern, Agenten und Vichy-Polizisten trifft während des Zweiten Weltkriegs in Rick’s Bar in Casablanca aufeinander. In diesem internationalen Halbweltmilieu voller Spannungen, Intrigen und politischer Repressionen trifft der zynische Barbesitzer unversehens seine große Liebe wieder, die Frau eines ungarischen Widerstandskämpfers. Die Wiederbelebung der Romanze scheitert an der Notwendigkeit, den Ehemann vor seinen Nazi-Verfolgern zu retten.

Sa 23.05. 24:00 Uhr
Sa 30.05. 24:00 Uhr


in Kooperation mit der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten