Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Di 18

17:15  Mellow Mud (OmU)
19:00  Berlin – Filme der Stadt
Unternehmen Paradies

in Anwesenheit des Regisseurs Volker Sattel

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Mi 19

17:15  Yours in Sisterhood (OmU)
19:00  Der Himmel küsst die Berge
in Anwesenheit der Regisseurin Pascale Schmidt


Fr 21

keine Vorstellung 



Mo 24

keine Vorstellung 

Di 25

keine Vorstellung 






Mo 31

keine Vorstellung 



Fortsetzung folgt…

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Filmreihe

Hommage an Terence Hill

November & Dezember 2018

Terence Hill hat mit seinem echten Namen Mario Girotti in vielen wichtigen Filmen des italienischen Kinos gespielt. Ein Beispiel ist »Der Leopard« von Luchino Visconti. Seine Karriere startete international dank der Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Bud Spencer. Wie der Filmkritiker Goffredo Fofi berichtet hat Enzo Barboni, ehemaliger Kameramann von Sergio Leone, das erfolgreiche Paar Terence Hill und Bud Spencer, zusammengebracht. Ähnlich wie Stan und Olli wurden sie so zu zwei sympathischen Helden des Spaghetti-Western und erreichten mit ihren Filmen eine große Masse an Zuschauern, die keine Lust mehr an Brutalität und der Ernsthaftigkeit des italienischen Kinos jener Zeit hatten und die ihre „Kindheit“ wieder entdecken wollten.

Die Hommage zeigt fünf Filme, in denen Terence Hill ohne Bud Spencer spielt.

In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin.
Kuratiert von Christos Acrivulis.

Mit Aperitif!


Mittwoch, 5.12., 20:00 Uhr

E poi lo chiamarono il Magnifico – Verflucht, verdammt und Halleluja (OmU)

Italien 1972, 120 min, Regie: Enzo Barboni, mit Terence Hill, Gregory Walcott, Harry Carey Jr., FSK: ab 12 Jahren

Thomas Fitzpatrick Philip Moore, ein junger englischer Adliger, der im fortschrittlichen England eine gehobene Schulbildung absolviert hat, macht sich auf die Reise in den Wilden Westen. Dort hat sein kürzlich verstorbener Vater, der nur als »Der Engländer« bekannt war, ihm ein Stück Land vererbt und ihm außerdem einen Brief für seine Freunde Bull, John und Monkey mitgegeben. Diese drei herzensguten Raubeine und Ganoven haben sich nach dem Tod des Engländers gerade wieder zusammengetan als der naive Thomas auftaucht. Er übergibt ihnen den Brief, in dem der Engländer, als seinen letzten Wunsch, seine Freude bittet sich seines Sohnes anzunehmen und einen richtigen Mann aus ihm zu machen. Natürlich wollen die drei Freunde den Engländer nicht enttäuschen, beißen sich aber zunächst an Thomas die Zähne aus. Dieser ist nämlich mehr an Poesie, Naturwissenschaften und Fortschritt interessiert und nicht an Schlägereien und Schießereien. Erst als er sich in die hübsche Candida verliebt, der Tochter des Farmers Olsen, dreht sich das Blatt. Olsen hat Candida nämlich seinem Cowboy Morton versprochen und dieser versucht nun mit allen Mitteln Thomas wieder zu vertreiben. Als Candida ihm erzählt, dass ihr Vater für sie nur einen echten Cowboy in Betracht zieht, der schnell schießen und kämpfen kann, entschließt sich Thomas die Hilfe seiner drei Freunde anzunehmen und entwickelt sich so zu einem echten Pistolero, der im finalen Showdown Morton die Leviten liest.

Die Süddeutsche Zeitung urteilte: »Selten hat ein Film intelligenter, entlarvender und gleichzeitig liebevoller mit den Grundmustern des Genres gespielt. Barboni ist ein nachdenklich fröhlicher, bezaubernd ruhiger und turbulent schöner Film gelungen.«

Cinema gab dem Film ihre Höchstwertung und bezeichnete ihn als »intelligent-vergnügliche Westenparodie«.


Mittwoch, 12.12., 20:30 Uhr

Little Rita nel West – Blaue Bohnen für ein Halleluja (OmeU)

Italien 1967, 90 min, Regie: Ferdinando Baldi, mit Rita Pavone, Terence Hill, Lucio Dalla, Teddy Reno, FSK: ab 12 Jahren

Häuptling Sitzender Büffel und sein Indianerstamm sind das Blutvergießen Leid, das die Menschen sich des Goldes wegen antun. Daher möchte er den gesamten Goldbestand den es gibt in die Luft sprengen. Tatkräftige Hilfe bekommt er von Little Jane, die ihren Feinden mit schnellem Colt, kesser Lippe und viel Gesang zu Leibe rückt. Nach und nach holt sie sich das zusammen geklaute Gold der Ganoven Jesse James, Ringo, Zorro und Django. Der Mexikaner Pancho kann Jane allerdings gefangen nehmen und will sie töten. Der mutige Held Texas Joe kann Jane allerdings in letzter Not befreien. Nach ein paar weiteren Querelen kommen die Beiden sich näher und gemeinsam können sie den Plan des Häuptlings umsetzen.

Terence Hill spielt in diesem Western-Musical den Cowboy Texas Joe. In dieser Rolle taucht er zwar erst nach 52 Minuten auf, ist aber dann neben Rita Pavone der Hauptcharakter.

Terence Hill drehte diesen Film noch unter seinem echten Namen. Bis zum Kinostart waren allerdings die Dreharbeiten zu Gott vergibt – Django nie! bereits im Gange, für die Terence Hill sich seinen Künstlernamen zulegte. Die Produzenten von Blaue Bohnen für ein Halleluja nutzten daraufhin ebenfalls schon den neuen Namen Girottis für ihren Film und so startete Blaue Bohnen für ein Halleluja noch vor Gott vergibt – Django nie! als Terence Hill Film in den italienischen Kinos.

In Deutschland wurde der Film erst 1973, nach dem großen Erfolg der Trinità-Filme veröffentlicht. Logisch, dass er somit auch hierzulande als Terence Hill-Film vermarktet wurde.