Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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Mi 24

18:45  Ayka (OmU)
20:30  Geschenkt wurde uns nichts (OmU)
in Anwesenheit des Regisseurs Eric Esser


Fr 26

keine Vorstellung 


So 28

14:00  kurz gesehen
Frauen machen Filme – Premiere Movement.
Kurzfilme der 17. Filmwerkstatt mit Antonia Lerch
in Anwesenheit der Filmemacherinnen
18:30  Übernehmen wir?!
The factory is ours!
(OmU)
mit Gästen von Mov(i)e Activism



Mi 01

keine Vorstellung 

Fortsetzung folgt…

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Filmreihe

Revolution! – Gesellschaft und Politik im Umbruch

Sonntag, 28.4., 16:00 Uhr
mit anschließender Diskussion mit Ralf G. Landmesser

Wie schon 2018, jähren sich auch 2019 zukunftsweisende Aktionen bekannter Persönlichkeiten, die maßgebliche, gesellschaftliche Umbrüche zur Folge hatten. Aus diesem Anlass zeigt das Lichtblick-Kino in Kooperation mit der VHS Pankow und der Bibliothek Pankow bis zum November 2019 in loser Folge Filme zur Thematik. Im Kino ergreifen nach der Filmvorführung, Expert*innen oder Zeitzeug*innen das Wort und laden zur Diskussion ein. Die VHS Pankow bietet zudem ein Rahmenprogramm (Ausstellung, Führungen) zu dieser Filmreihe an.
Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist frei.
Kurator: Dr. Maurice Schuhmann


zu Gast: Ralf G. Landmesser
Publizist und Inhaber des Schwarzrotbuch Verlag Berlin


Un pueblo en armas – Ein Volk in Waffen

Spanien 1937, 47 min, deutsch synchronisiert, Produktion: CNT

Es ist allgemein bekannt, dass über die soziale Revolution und den Bürgerkrieg in Spanien mehr Bücher geschrieben wurden als über den 2. Weltkrieg.

Weniger bekannt ist die extreme Produktivität, welche die Kollektivierung der Filmindustrie nach dem 23. Juli 1936 entfaltete, als die vorwiegend in der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT organisierten spanischen Arbeiter das Privateigentum an Produktionsmitteln abschafften. Allein in Madrid und Barcelona wurden in den 10 Monaten zwischen Juli 1936 und Mai 1937 über 80 vorwiegend dokumentarische Filme hergestellt.

Der »blutige Mai 1937« beendete diese Phase, als die stalinistische Repression in den Straßen tobte und – neben vielen anderen Errungenschaften der sozialen Revolution – auch die Selbstverwaltung der Betriebe durch die Arbeiter wieder zurückgenommen wurde. Die CNT fuhr zwar noch bis 1939 mit der Filmproduktion fort, konnte jedoch kein annähernd hohes Niveau mehr erreichen wie zu den Zeiten, als sich die Filmindustrie in Selbstverwaltung durch die Arbeiter befand.

In dieser Zeit entstanden die Aufnahmen zu diesem Film, die auch in vielen anderen Filmdokumenten dieser Zeit zu sehen sind. »Un pueblo en armas« erschien zuerst 1937 in den USA unter dem Titel »Fury over Spain«. Das europäische Material lagerte über 30 Jahre in Paris und wurde 1971, als sich das Ende der Franco-Ära abzeichnete, in Italien als 16mm-Streifen realisiert.

»Un pueblo en armas« unterscheidet sich von vielen anderen dieser Filmproduktionen, wie z.B. »The Will of a People« (USA 1939), indem er weniger die Details des Krieges als mehr die soziale Revolution in den Vordergrund stellt. Er ist damit auch eine authentische Vorlage für Ken Loachs »Land and Freedom« (GB 1995).


Informationen zum Rahmenprogramm:
www.berlin.de/vhs/volkshochschulen/pankow/aktuelles/