Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



Das gesamte Programm ansehen


Fr 23

keine Vorstellung 



Mo 26

16:30  Cleo
20:00  One World Berlin – Menschenrechte aktuell
Kleine Germanen

mit anschließendem Gespräch mit Co-Regisseur Mohammed Farokhmanesh und Anna Müller (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin), Moderation: Axel Bussmer




Fr 30

keine Vorstellung 

Sa 31

16:15  Cleo
20:00  Frau Stern
in Anwesenheit von Adrian Campean, Produzent und Kameramann



Di 03

16:30  Cleo
20:15  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams

Mi 04

16:30  Cleo
20:15  Frau Stern
in Anwesenheit von Adrian Campean, Produzent und Kameramann

Fortsetzung folgt…

Programm reduzieren
Download Programm-PDF:
 Lichtblick-08-2019.pdf (1.1 MB)
 One_World_Berlin.pdf (345 kB)

Filmreihe

Jörg Fauser – Zum 75. Geburtstag

14. bis 17. Juli 2019

Jörg Fauser wäre am 16. Juli 75 Jahre alt geworden, wenn er nicht im Anschluss an ein Zechgelage zu seinem 43. Geburtstag von einem LKW auf der Autobahn bei München erfasst worden wäre.

Zu seinem Geburtstag zeigen wir Christoph Rüters Dokumentarfilm »Rohstoff«, Peter F. Bringmanns Verfilmung des gleichnamigen Fauser-Romans »Der Schneemann« – laut taz »der beste deutsche Thriller aller Zeiten« – und Hans-Christof Stenzels Film »C’est la vie Rrose«, dessen Dreharbeiten Fauser begleitete und für den er allabendlich die Dialoge schrieb.

»Jörg Fauser gehört zu den frühverstorbenen Genies der jüngeren deutschen Literatur. Sein Stil ist geprägt von amerikanischen Coolness-Autoren wie Chandler oder Bukowski. Gleichzeitig gehörte Hans Fallada zu seinen Vorbildern. […] Ein Autor, der beherzt ins schmutzige Leben gegriffen und in mancher Hinsicht wie ein Rockmusiker gelebt hat.«
Wolfgang Schneider, FAZ


Dokumentarfilm

Rohstoff – Der Schriftsteller Jörg Fauser

Dokumentarfilm, D 2006, 45 min, Regie: Christoph Rüter

Jörg Fauser ist vor 32 Jahren unter tragischen, manche sagen: mysteriösen, Umständen im Alter von 43 Jahren gestorben. Sozialisiert im 68er Milieu, stand er diesem immer kritisch gegenüber. Literarisch war er von amerikanischen Schriftstellern wie William Bourroughs und Charles Bukowski sowie Raymond Chandler beeinflusst. Er versuchte die Wirklichkeit zu beschreiben, seine Texte waren direkt und ungekünstelt, er schulte sein Schreiben an Reportagen für den Tip in Berlin, TransAtlantik, Playboy, verfasste Texte für den Musiker Achim Reichel und war vielseitig wie wenige Autoren. Er hielt stets Abstand zum Literaturbetrieb, für den er immer ein schräger Typ bleiben sollte. Sein Roman »Rohstoff« weist starke biographische Züge auf.

So 14.07. 20:00 Uhr

mit zusätzlichem Bonusmaterial; in Anwesenheit des Regisseurs Christoph Rüter und des Fauser-Forschers Mark Mence

Mo 15.07. 17:30 Uhr
Di 16.07. 19:00 Uhr
Mi 17.07. 17:00 Uhr

Der Schneemann

D 1985, 106 min, Regie: Peter F. Bringmann, Drehbuch: Matthias Seelig, nach dem Roman von Jörg Fauser; mit Marius Müller-Westernhagen, Polly Eltes, Towje Kleiner

In einer Absteige auf Malta versucht Dorn, ein junger Abenteurer und Überlebenskünstler, 50.000 Pornohefte zu verhökern, als er von der Polizei gestört wird. Auf der Flucht findet er einen Gepäckaufbewahrungsschein des Frankfurter Hauptbahnhofs. Zusammen mit seinem Freund Lazlo macht er sich auf, den Inhalt des Schließfaches – 5 Kilogramm reines Kokain – an sich zu bringen. Der völlig abgebrannte Dorn zögert keine Sekunde den Stoff zu Geld zu machen. Dabei übersieht er völlig die Gefahr, in die er sich begibt. Zwei rivalisierende Banden machen Jagd auf ihn und versuchen mit aller Macht, die Drogen an sich zu reißen.

Di 16.07. 22:00 Uhr

in Anwesenheit des Biographen Matthias Penzel


C’est la vie Rrose – Ein Junggesellenspiel

D 1977, 84 min, Regie Hans-Christof Stenzel, Drehbuch: Hans-Christof Stenzel, Jörg Fauser; mit Y Sa Lo, Kurt Kalb, Jean Halbert, John Cage, Hannah Wilke

Mit seinem aus allen Genre-Raster fallenden Reise-Dokumentarfilm »C’est la vie Rrose« schuf Hans-Christof Stenzel ein provokantes US-Panoptikum, das als Hommage an Marcel Duchamp Intellektualität mit vulgärer Körperlichkeit kontrastierte – in den Hauptrollen Kurt Kalb und John Cage!

Mit dem Schachbrett unterm Arm kommt Rrosy Selavy in New York an. Die anatomischen Vorzüge der Komödiantin Y Sa Lo sind vielseitig, und das nutzt sie aus, um die sozialen und sexuellen Sitten Amerikas aus erster Hand zu erfahren. Sie nimmt Duchamps Platz am Schachtisch des Washington Square ein – mit John Cage als Partner/Gegner – und fordert später ihre Freier zum Spiel mit den Figuren auf…

Mit vier Bundesfilmpreisen ausgezeichnet.

So 14.07. 18:30 Uhr
Mi 17.07. 18:00 Uhr

in Anwesenheit der Schauspielerin Y Sa Lo und des Biographen Matthias Penzel