Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


So 21

17:00  Rote Räte
19:30  Gotti’s Sneak-Review
präsentiert von Martin »Gotti« Gottschild
21:45  High Life (OmU)

Das gesamte Programm ansehen

Mo 22

20:00  High Life (OmU)
22:00  Messer im Herz (OmU)


Mi 24

17:00  Rote Räte
18:00  High Life (OmU)
20:00  Filmklassiker im Lichtblick-Kino
Geschichte der O
(OmU)
Zum 65. Jahrestag der Romanveröffentlichung
mit einer historisch-kritischen und literarischen Einführung durch Dr. Maurice Schuhmann
22:15  Messer im Herz (OmU)


Fr 26

keine Vorstellung 


So 28

18:00  One World Berlin – Menschenrechte aktuell
Face_it! – Das Gesicht im Zeitalter des Digitalismus

Berlin-Preview mit anschließendem Gespräch mit Regisseur Gerd Conradt, Moderation: Axel Bussmer
20:30  High Life (OmU)
22:30  Messer im Herz (OmU)

Mo 29

18:30  High Life (OmU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt
Mädchen in Koffer
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Albrecht Hirche
22:00  Messer im Herz (OmU)

Di 30

17:30  Rote Räte
20:00  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams
22:30  High Life (OmU)

Mi 31

17:30  Rote Räte
20:00  High Life (OmU)
22:00  Messer im Herz (OmU)

Fortsetzung folgt…

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Filmreihe

Roland Klick – Retrospektive zum 80. Geburtstag

6.–10. Juli 2019
in Anwesenheit des Regisseurs und weiterer Gäste

Roland Klick ist Legende, so ziemlich die einzige der letzten 40 deutschen Kino-Jahre. Mit Mario Adorf drehte er den psychedelischen Western »Deadlock«, mit Eva Mattes den Milieu-Thriller »Supermarkt«, mit Dennis Hopper den todessüchtigen Punk-Abgesang »White Star«.

Klick machte großes, aufwühlendes Publikums-Kino. Trotz seiner Außenseiterposition im Neuen Deutschen Film der 70er-Jahre wurden seine Filme mit sechs Bundesfilmpreisen ausgezeichnet, feierten auch international Erfolge und haben inzwischen den Status von Klassikern erreicht. Internationale Filmgrößen wie Quentin Tarantino, Steven Spielberg oder Alejandro Jodorowsky würdigen seine Genre-Meisterschaft und seine filmische Kühnheit, die sich jeder Kategorisierung widersetzt.

Am 4. Juli feiert Roland Klick seinen 80. Geburtstag – wir zeigen seine sechs zeitlosen Meisterwerke sowie den ihm gewidmeten Dokumentarfilm von Sandra Prechtel, der 2013 auf der Berlinale gefeiert wurde.

»Roland Klick versöhnte die brachialeren Reize des Genrekinos mit einer an Antonioni geschulten Sensibilität.« (Cristina Nord, taz)


Bübchen (OmeU)

D 1968, 86 min, Buch & Regie: Roland Klick, Kamera: Robert van Ackeren, mit Sascha Urchs, Renate Roland, Sieghardt Rupp, Edith Volkmann, u.a.

Monika, die Tochter der Nachbarn, passt nicht auf, und der kleine Achim tötet seine Schwester. Ob aus Absicht, Neugier, Eifersucht, Unachtsamkeit oder einfach nur Langeweile, wird nie geklärt. Als Achims Eltern von ihrem Samstagnachmittagbesäufnis zurückkehren und eine fieberhafte Suche nach dem Kind beginnt, beobachtet Klick mit dokumentarischer Detailfreude, wie zwanghaft die Form gewahrt wird, auch wenn die Nerven blank liegen. »Bübchen« nimmt Hanekes »Benny’s Video« um 25 Jahre vorweg und verzichtet kompromisslos auf Sozialanalyse und moralische Bewertung.

Fäulnis im Kleinbürgermief – Das Debüt von Roland Klick! Die Präzision und Gemütsruhe, mit der Achim die Leiche des Babys auf einem Schrottplatz verschwinden lässt, stießen 1969 beim Publikum auf völliges Unverständnis und entfachten einen Sturm der Empörung in der Filmpresse.


Vorfilm:
Ludwig
D 1963/64, 16 min, Buch, Regie, Musik & Schnitt: Roland Klick, Kamera: Jochen Cerhak, Roland Klick; mit Otto Sander, Elke van Schoor
Ein kurzer Spielfilm über einen jungen Mann – Otto Sanders erste Rolle – in einem ärmlichen bayrischen Dorf, der dort die Rolle des Dorftrottels spielt. »Ludwig« darf man heute ohne Übertreibung ein Meisterwerk und einen Klassiker des Kurzfilms nennen.

Mo 08.07. 20:30 Uhr mit Vorfilm: »Ludwig«

Deadlock (OV Deutsch)

D 1970, 94 min, Buch & Regie: Roland Klick, Kamera: Robert van Ackeren, Musik: Can, Schnitt: Jane Sperr, Ton: Jürgen Koppers, mit Mario Adorf, Anthony Dawson, Marquard Bohm, Mascha Elm Rabben, Sigurd Fitzek, Betty Segal

Die Banditen Sunshine und Kid flüchten nach einem Bankraub in die Geisterstadt Deadlock in der mexikanischen Sierra. Die einzigen Bewohner sind Charles Dump und seine Tochter Jessy. Dump versucht, den Banditen ihre Beute abzujagen…

Akkustisch und optisch bestechend, dramaturgisch konsequent bis zum Schluss, prägt sich einem dieser Film für immer ein.

Bundesfilmpreis in Gold 1971.

Sa 06.07. 20:00 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs Roland Klick

Mi 10.07. 22:00 Uhr

Supermarkt (OmeU)

D 1973, 84 min, Buch & Regie: Roland Klick, Kamera: Jost Vacano, Schnitt: Jane Sperr, Musik: Peter Hesslein, Udo Lindenberg, Marius Müller Westernhagen, Darsteller: Charly Wierzejewski, Eva Mattes, Michael Degen, Walter Kohut, Hans-Michael Rehberg

Willi ist 18 und lebt auf der Straße. Ohne Orientierung lässt er sich durch die Stadt treiben, immer auf dem Sprung. Er begegnet Menschen wie dem Journalisten Frank, der ihm helfen möchte, oder dem schmierigen Kleinganoven Theo, der ihn auf den Strich schicken will. Als Willi Monika trifft, der es noch schlechter geht als ihm, will er ihr helfen, denn sie will nichts von ihm und er kann ihr etwas geben…

Bundesfilmpreis in Gold 1974.

So 07.07. 22:30 Uhr
Di 09.07. 20:30 Uhr

in Anwesenheit des Darstellers Charly Wierczejewski


Lieb Vaterland, magst ruhig sein (OmeU)

D 1975, 88 min, Regie: Roland Klick, nach einem Roman von Johannes Mario Simmel, mit Heinz Domez, Catherine Allégret, Georg Marischka, Günter Pfitzmann, Rudolf Wessely, Margot Werner

Beide Seiten Deutschlands bekämpfen sich, und auch die Alliierten mischen kräftig mit. Bruno, ein kleiner Ganove aus Ostberlin, gerät zwischen die Fronten, als er im Auftrag der DDR in den Westteil der Stadt geschleust wird. Er soll Franzelau, einen der Hauptköpfe des Flucht-Gewerbes, in den Ostteil Berlins entführen. Bruno will dieses Spiel aber nach seinen Regeln spielen und vertraut sich den westlichen Behörden an. Doch damit wird er zum Doppelagenten und Spielball der Mächtigen.

Über die Roman-Verfilmung sagte der Autor Johannes Mario Simmel: »Wenn ich das Buch nochmal schreiben würde, würde ich es so schreiben wie Klicks Drehbuch.«

Di 09.07. 19:00 Uhr

White Star

D 1982, 93 min, Buch & Regie: Roland Klick, Kamera: Jürgen Jürges, Schnitt: Eva Schlensang, mit Dennis Hopper, Terrance Robay, Ramona Sweeney, Klaus Voormann u.a.

Ken Barlows Glanzzeit als Rock’n’Roll-Tour-Manager ist vorüber, doch seine großen Ideen vom Erfolg kann er nicht aufgeben. Und will er es noch mal wissen: der Musiker Moody ist seine letzte Chance und sein Opfer…

Bundesfilmpreis in Silber 1984.

Sa 06.07. 22:00 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs Roland Klick

Mi 10.07. 20:30 Uhr

Schluckauf

D 1987–89, 92 min, Regie: Roland Klick, mit Irene Findeisen, Cathy Haase, Peter Hugo Daly, Tana Schanzara, Rüdiger Tuchel, Jean Boileau

Landei Gertie, auch Flo genannt, lernt auf einer Modenschau in ihrem Dorf das Supermodel Chantal kennen. Voller Bewunderung folgt Gerti Chantal nach Berlin, wo sie sich in ihrer aufgedonnerten Kreuzberger WG einnistet. Während Flo in einem Selbstfindungsprozess steckt, droht Chantals Fassade zu bröckeln und ihr Leben im Chaos zu versinken. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frauenfreundschaft.

Schon während der Produktion von »Schluckauf« kam es zu Querelen mit dem Produzenten und der FFA, so dass dieser Film nie regulär veröffentlicht werden konnte. Wir zeigen den Film exklusiv im Lichtblick-Kino.

So 07.07. 20:30 Uhr

in Anwesenheit der Darstellerin Irene Findeisen


Dokumentarfilm:
Roland Klick – The Heart is a Hungry Hunter (OmeU)

D 2013, 80 min, Regie: Sandra Prechtel, mit Roland Klick, Eva Mattes, Otto Sander, Hark Bohm, David Hess, Jost Vacano

Roland Klick ist eine Legende der Filmgeschichte. Er drehte mit Stars wie Mario Adorf und Dennis Hopper, räumte Bundesfilmpreise ab und manövrierte sich nach nur sechs Filmen auf mysteriöse Weise ins Aus. Die Story eines kompromisslosen Film-Junkies, der mit jedem Film alles riskierte und sich immer am Abgrund bewegte. Bis er ihm einmal zu nahe kam.

In Sandra Prechtels Film zeigt sich Roland Klick in seiner ganzen umwerfenden Geradlinigkeit. Otto Sander erinnert sich an seinen ersten Leinwandauftritt in »Ludwig«. Eva Mattes lässt eine ihrer schönsten Rollen Revue passieren und erzählt vom Dreh von »Supermarkt«. Hark Bohm gedenkt seines Bruders Marquard, der durch »Deadlock« zum Star wurde. Und Horrorfilm-Ikone David Hess, der in »White Star« an Hoppers Seite wütete, deutet Klicks Drama aus amerikanischer Sicht: »He was a dreamer inside a Deutscher – it’s not an easy thing to be.«

Sa 06.07. 18:00 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Sandra Prechtel

So 07.07. 18:30 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Sandra Prechtel

Mo 08.07. 22:15 Uhr
Mi 10.07. 19:00 Uhr