Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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Mi 25

19:00  Clash (OmU)

Do 26

19:30  Clash (OmU)

Fr 27

keine Vorstellung 

Sa 28

17:00  G20:
Festival der Demokratie?

Video-Abend mit anschließender Diskussion
präsentiert von klassegegenklasse.org
19:00  Clash (OmU)
20:30  Lakino Berlin präsentiert:
La fraternidad del desierto
(OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs Iair Kon

So 29

16:45  Beuys (OmeU)
18:30  Das grüne Gold
in Anwesenheit des Regisseurs Joakim Demmer
22:15  Clash (OmU)

Mo 30

19:00  Clash (OmU)
20:30  EXBLICKS:
Mixed Messages
(OV)
in presence of director Kanchi Wichmann



Fortsetzung folgt…

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Leopold Grün: Der rote Elvis

Dienstag, 29.4., 20:00 Uhr
in Anwesenheit des Regisseurs

D 2007, 90 min, Regie: Leopold Grün, mit Isabell Allende Bussi, Egon Krenz, Armin Mueller-Stahl u.a.

Am 17. 6. 1986 wurde ein Mann tot aus einem See am Rande von Ost-Berlin gezogen: es war der amerikanische Sänger und Schauspieler Dean Reed, eine der geheimnisvollsten Ikonen der globalen Popkultur zu Zeiten des Kalten Krieges.

Dean Reed war befreundet mit Salvador Allende und Yasser Arafat, protestierte auf der ganzen Welt gegen Militär-Regimes und den Vietnamkrieg, drehte Spaghettiwestern in Italien, tourte als erster Amerikaner durch die Sowjetunion, sang Country-Schlager im DDR-Fernsehen und ließ sich mit Maschinengewehr im Libanon ablichten. Als Junge aus einer Kleinstadt Colorados ging er nach Hollywood und produzierte eine handvoll Singles. »Our Summer Romance« eroberte in Südamerika die Charts. Dean Reed war Cowboy und Entertainer, Teenie-Star und Frauenschwarm, Friedenskämpfer und Rebell, der unermüdlich mit seiner Gitarre um den Erdball reiste und dabei nicht nur seine eigenen Grenzen, sondern auch die gültigen Einzugsbereiche der ideologischen Blöcke herausforderte. Als er 1972 in die DDR zieht, ist Dean Reed ein gefeierter Star des Sozialismus. Sein Mythos hat die Ära des Kalten Krieges überlebt.


Leopold Grün (geb. 1968 in Dresden) ist ausgebildeter Pädagoge und Medienberater. In den 90er Jahren begann er dokumentarische Videofilme zu drehen. Themen waren die Veränderungen von Stadtteilentwicklungen sowie ein Kurzfilm über die Folgen der Einschränkungen des Asylrechts. Neben seiner medienpädagogischen Arbeit bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) in Berlin entstanden weitere dokumentarische Arbeiten. Der im Jahr 2007 fertiggestellte Dokumentarfilm »Der Rote Elvis« feierte im Panorama der 57. Berlinale seine Premiere. Ab 2008 arbeitete Leopold Grün gemeinsam mit Dirk Uhlig an der Realisation des Dokumentarfilms »Am Ende der Milchstraße«, der 2013 in die Kinos kam und mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Neben seiner Regietätigkeit arbeitet Leopold Grün in Auswahlgremien und Jurys zahlreicher Filmfestivals.


In der Reihe »Zurück auf Anfang« stellen Filmemacher ihre Frühwerke vor.