Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Fr 25

keine Vorstellung 

Das gesamte Programm ansehen

Sa 26

16:30  Der junge Karl Marx (OmeU)
18:45  Transit (OmeU)
20:30  Berlin – Filme der Stadt
Life Is Bigger

in Anwesenheit des Regisseurs Peter Zach und einiger Protagonist*innen
anschließend:
DJ-Set von Michel Freerix

So 27

16:00  Revolution! – Gesellschaft und Politik im Umbruch
Mohr und die Raben von London

mit einer Einführung des Philosophen Guillaume Paoli
19:00  Fetisch Karl Marx
in Anwesenheit der Regisseure Simone Dobmeier und Torsten Striegnitz
20:30  Transit (OmeU)

Mo 28

18:15  Transit (OmeU)
20:00  ExBlicks
Partisan – Volksbühne 1992–2017
(OmeU)
in presence of director Adama Ulrich

Di 29

18:45  Transit (OmeU)
20:30  kurz gesehen
Kurz.Film.Tour –
Der Deutsche Kurzfilmpreis
Programm III

in Anwesenheit des Editors Martin Reimers; Moderation: Franziska Kache (AG Kurzfilm)
22:15  Der junge Karl Marx (OmeU)


Fortsetzung folgt…

Programm reduzieren
Download Programm-PDF:
 Lichtblick-05-2018.pdf (1.8 MB)
 Radical_Frame_2018.pdf (278 kB)
 Saal_2-05-2018.pdf (1 MB)

Zurück auf Anfang

Peter Zach: Life Is Bigger

Mittwoch, 21.2., 20:30 Uhr
in Anwesenheit des Regisseurs

D 1995/2018, Regie: Peter Zach


Direct Cinema aus dem Jahr 1995. Ein Film, dessen Material in den letzten zwei Jahren (2016–2018) von Peter Zach digitalisiert und bearbeitet worden ist und nun erstmals im Lichtblick gezeigt wird. Momentaufnahmen und Echtzeit aus einer temporären autonomen Zone. Herzstück des Filmes sind atmende und hochatmosphärische Aufnahmen des letzten Konzerts der damals legendären Noise-Rock-Band KNOCHEN=GIRL im Roten Salon in der Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz in Berlin. Zudem erfährt der Bassist der Band, der sich Spoon nannte, eine Hommage. Er starb 2010 an Herzversagen und war insbesondere in den 90ern ein bunter Hund und berüchtigter Querulant der Szene.

Der Filmemacher bleibt der Band auch außerhalb des Konzertes auf den Fersen. Und dann steht die Zeit still. Echtzeit. Im »Kinski« im Frisör, einem der aberwitzig vielen illegalen Clubs der 90er in Berlin.

Die Vergangenheit ist in den Aufnahmen mehr als gegenwärtig: Während Peter Zach als Filmemacher wie eine »Fliege an der Wand« zu sein scheint, benutzt der Interviewer Stephan Settele die Macht der Kamera, um Reaktionen zu provozieren.

Obwohl unmittelbar und nahezu hautnah porträtiert, bleiben die gefilmten BarmacherInnen, Mario Mentrup (Frontmann von KNOCHEN=GIRL), sowie Claudia Basrawi und die anderem Mitstreiter lässig; die ZuschauerInnen werden eingeladen einer Mixtur aus einem psychedelischen Farb-Ton-Rausch und einem humordurchtränkten Plausch wie durch eine etwas beschmierte Lupe zu betrachten und beizuwohnen.

(Luther Blisset, Januar 2018)


Peter Zach, geboren 1960 in Graz, lebt und arbeitet als freier Autor, Regisseur und Kameramann in Berlin. Studium der Soziologie und Ethnologie, Gründer und Chefredakteur der Filmzeitschrift »Blimp«. Dem Publikum des Lichtblick-Kinos dürfte er vor allem durch seinen Film »Gestern Mitte Morgen« bekannt sein.


In der Reihe »Zurück auf Anfang« stellen Filmemacher ihre Frühwerke vor.