Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Fr 22

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Di 26

18:30  B. Traven – Zum 50. Todestag
Der Banditendoktor

in Anwesenheit von Ralf G. Landmesser (Internationale B.Traven-Gesellschaft)
20:00  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams



Fr 29

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Fortsetzung folgt…

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Wieland Speck: Westler

Sonntag, 20.1., 20:00 Uhr
in Anwesenheit des Regisseurs

Westler

D 1985, 94 min, Regie: Wieland Speck, mit Sigurd Rachman, Rainer Strecker, Andy Lucas, Zazie de Paris, Harry Baer, Christoph Eichhorn

Der »Westler« Felix und der Ostberliner Thomas glauben, dass ihnen die Welt gehört. Doch die Welt ist geteilt, und die Berliner Mauer lässt ihrer Liebe pro Woche nur einen Tag und pro Tag nur vier oder fünf Stunden Zeit. Mit ihren Gefühlen zueinander und ihrer Sehnsucht wachsen mit jeder erzwungenen abendlichen Trennung auch die Verzweiflung und der Schmerz. Irgendwann weiß Thomas nur noch einen Ausweg: Die Flucht aus der DDR, über Prag in den Westen, zu Felix…

Ein Film über eine Liebe in einer Zeit, als eine Mauer Freunde, Familien und Paare voneinander trennte. Regisseur Wieland Speck und sein Team mussten im Ostteil Berlins zum Teil mit versteckter Kamera drehen. Belohnt wurden sie mit Einblicken in eine Stadt, die es so nicht mehr gibt – und mit einer Authentizität und rauen Schönheit, die in den schwulen Liebesfilmen bis heute ihresgleichen sucht.

Die digital restaurierte Fassung wird im Januar im Rahmen der Filmreihe zum Jubiläum des 40. Filmfestivals Max Ophüls-Preis in Saarbrücken präsentiert und kurz darauf exklusiv im Lichtblick-Kino in Berlin gezeigt.


Wieland Speck, 1951 in Freiburg geboren, lebt seit 1972 in Berlin. Seit Mitte der 70er Jahre engagierte er sich in verschiedenen Bereichen von Film und Video sowie als Autor und Verleger.

Als Darsteller ist er u.a. in Marlene Dietrichs letztem Film »Schöner Gigolo, armer Gigolo« zu sehen und war Moderator beim legendären »Festival Geniale Dilletanten« 1981 mit Die Tödliche Doris, Gudrun Gut, DIN A Testbild und Einstürzende Neubauten im Berliner Tempodrom.

Seine eigene filmische Arbeit begann Wieland Speck mit verschiedenen Video-Dokumentationen. Von 1979 bis 1981 absolvierte er ein Filmstudium am San Francisco Art Institute. Als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent hat er mehrere Kino- und TV-Produktionen realisiert, darunter die Kinofilme »Westler« und »Flucht ins Leben«.

Von 1982 bis 1992 war er als Assistent des Programmleiters Manfred Salzgeber für die künstlerische und organisatorische Betreuung der Sektion Panorama der Internationalen Filmfestspiele Berlin zuständig. In dieser Funktion rief er 1987 den Teddy Award ins Leben – den queeren Filmpreis der Berlinale. Von 1992 bis 2017 leitete er die Sektion Panorama und seit 2017 ist er Berater des Offiziellen Programms der Berlinale.


In der Reihe »Zurück auf Anfang« stellen Filmemacher ihre Frühwerke vor.