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Bestellungen bei:
Stattkino Berlin e.V., Schliemannstr. 5, 10437 Berlin
fax.: 030 - 44 00 88 45
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Dr. Rainhard May und Hendrik Jackson (Hg.)
Filme für die Volksfront
Erwin Piscator, Gustav von Wangenheim, Friedrich Wolf Antifaschistische
Filmemacher im sowjetischen Exil
Die in der Sowjetunion produzierten Filme »Aufstand der Fischer«,
»Kämpfer«, »Der Kampf geht weiter«
und die erste Verfilmung von »Professor Mamlock« sind
Teil der Geschichte des deutschen Exilfilms, wenn auch weniger bekannt
als einige der in den USA produzierten Filme deutscher Künstler,
wie »Hangmen will also die!« von Fritz Lang. Die Filmemacher
der in diesem Buch vorgestellten Filme, Erwin Piscator, Gustav von
Wangenheim und Friedrich Wolf haben dennoch die Entwicklung des
Theaters und der politischen Kultur der Weimarer Republik wesentlich
mitgeprägt.
Der Theaterregisseur Erwin Piscator drehte seinen »Aufstand
der Fischer« nach der Erzählung von Anna Seghers. Gustav
von Wangenheim, einer der wichtigsten Filmemacher der Weimarer Zeit,
widmete sich in »Kämpfer« dem Reichstagsbrand von
1933, dem faschistischen Terror und dem Prozeß gegen Georgi
Dimitroff. »Der Kampf geht weiter« wurde gedreht nach
einem Drehbuch von Friedrich Wolf, der bereits durch sein Theaterstück
»Cyankali« bekannt geworden war und durch »Professor
Mamlock« weiteres internationales Aufsehen erregte. Es handelt
vom Kampf junger deutscher Kommunisten gegen den Faschismus. Diese
Filme sind mehr als ein Zeugnis der Geschichte, künden sie
doch vom politischen Engagement und der antifaschistischen Grundhaltung
deutscher Künstler im Exil. Ästhetische stehen diese Filme
in der Tradition des sozial engagierten politischen Films der Weimarer
Republik wie »Mutter Krausens Fahrt ins Glück«
oder »Kuhle Wampe«.
264 Seiten, Taschenbuch A5, Stattkino Berlin
e.V. 2001, 8,50 Euro (inkl. Porto) oder im Buchhandel: ISBN 3-00-007540-2
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Revolutionärer Film in Deutschland 1918
- 1933
Eine Spurensuche über ein Stück in den Hintergrund geratener
Geschichte linker Medienarbeit. Während im Beitrag über
revolutionäre Filmpraxis vor allem über deren Entstehung
informiert wird, sollen ein Artikel über sozialistische Filmkritik
und die Dokumentation damaliger filmtheoretischer Arbeiten einen
Einblick in die Diskussion geben, die um die revolutionäre
Nutzung des Films geführt wurde. Eine solche Nutzung des Mediums
Film von Links hat es in Deutschland seit 1933 nicht mehr gegeben.
Daß es sie gab, zeigt aber auch Möglichkeiten auf. Das
Buch will zur Diskussion darüber beitragen, wie linke Filmarbeit
heute gestaltet werden kann. Eine aktuelle Filmübersicht soll
dabei Filmclubs, Kinos und Organisationen die Planung von eigenen
Veranstaltungen erleichtern.
76 Seiten, A4, Preis: 7,00 Euro (inkl. Porto)
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Klaus Bischoff
Christiania Der autonome Freistaat in Kopenhagen
Der Kampf um eine alternative Gesellschaft
Mitten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wurde Anfang
der 70er Jahre ein leerstehendes Kasernengelände besetzt. Eine
neue Gesellschaft sollte gegründet werden, die ohne Hierarchie
funktioniert und die psychischen Verkrüppelungen des Menschen
abschafft. Trotz Pressehetze und dem Widerstand bürgerlicher
Parteien, Übergriffen der Polizei, Räumungsdrohungen und
inneren Schwierigkeiten mit Heroin, Rockergewalt und der Profitsucht
einiger Leute hat Christiania bis heute überlebt. Auf ca. 34
ha. wohnen etwa 800 Erwachsene und Kinder (und viele Tiere wie Hunde,
Katzen, Esel, Gänse, Hühner, Pferde, Schweine etc.) in
selbstgebauten und ausgebauten Stein- und Holzhäusern, Bauwagen
und Bretterbuden. Es gibt keine Regierung, und alle Entscheidungen,
die die Gemeinschaft oder die 10 selbstverantwortlichen Gebiete
angehen, müssen einstimmig getroffen werden. Werkstätten
und Betriebe werden kollektiv geführt und zahlen in eine Gemeinschaftskasse,
aus der wiederum eine Reihe sozialer Einrichtungen finanziert wird.
120 Seiten, A5, (leider völlig vergriffen;
aber in vielen Bibliotheken!)
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autofocus videowerkstatt
Video: Weg von der Straße
Das Tommy-Weißbecker-Haus
»Weg von der Straße« ist ein Film über das
Leben im Tommy-Weißbecker-Haus und darüber, wieso die
Trebegänger es damals nach dem ermordeten RAF-Mitglied Thomas
Weißbecker benannten und die Entführung von Peter Lorenz
»total geil« fanden. Besetzt wurde das Haus in den 70er
Jahren von Jugendlichen, die den Verhältnissen, den Heimen,
der Straße entkommen wollten. Eine Treber-Etage gibt es noch
immer.
Interviewt werden ehemalige Besetzer der ersten Stunde, Ralf Einders
(ehem. Bewegung 2. Juni), Nachbarn, Sozialarbeiter und natürlich
Bewohner und Aktivisten.
Der Film zeigt, wie die heutigen Bewohner ihr Leben organisieren,
noch immer zusammen mit vielen Hunden. Im Haus darf man laut sein.
Hier werden politische Veranstaltungen und Konzerte organisiert.
Auf den Etagen wohnen Musiker, im Keller proben Bands, andere treten
in Kneipe und Saal auf. Musik von sechs Berliner Formationen ist
im Film zu hören, weil sie dazugehört zum etwas punkigen
und noch immer engagierten linken Projekt Tommy-Weißbecker-Haus.
D 1996, 50 min, Produktion: Stattkino Berlin
e.V.;
Das Video ist im Verleih von: Autofocus, Lausitzer Str. 9-12, Berlin-Kreuzberg,
fax: 030 - 611 15 83, autofocus@ipn-b.comlink.apc.org
(Grundsätzlich sind die Filmemacher bereit, an Veranstaltungen
mit Videovorführung teilzunehmen. Kontakt über Stattkino
Berlin e.V., fax: 030 - 44 00 88 45, info@lichtblick-kino.org)
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