Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Sa 19

18:00  achtung berlin – English Days @ Lichblick-Kino
Sunburned
(OmeU)
Q&A with director Carolina Hellsgård
20:30  achtung berlin – English Days @ Lichblick-Kino
Jiyan
(OmeU)
Q&A with director Süheyla Schwenk
22:30  Berlin Alexanderplatz (OmeU)

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Mi 23

19:30  Becoming Black (OmeU)
21:30  Vitalina Varela (OmU)

Do 24

18:00  Becoming Black (OmeU)

Fr 25

keine Vorstellung 

Sa 26

18:00  Bamboo Stories (OmU)
in Anwesenheit des Regisseurs Shaheen Dill-Riaz
21:45  Berlin Alexanderplatz (OmeU)




Mi 30

20:30  EXBlicks
Becoming Black
(OmeU)
in presence of the director Ines Johnson-Spain

Fortsetzung folgt…

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Download Programm-PDF:
 Lichtblick-09-2020.pdf (1.9 MB)
 One_World_Berlin_09+10.pdf (578 kB)

AG Dok 40
Filmprogramme zu Musik und Medienaktivismus

17. + 20.9.

Im September 2020 feiert die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) ihr 40-jähriges Bestehen. Ein wochenlanges Filmprogramm in Berlin präsentiert die Vielfalt dokumentarischen Schaffens, die vier bewegte Jahrzehnte kritisch begleitet und sich oft für andere Politik- und Lebensformen eingesetzt hat.

In Kooperation mit achtung berlin und Soundwatch Music Film Festival Berlin.
Gefördert von Between Bridges.



Donnerstag, 17.9.

Als die Bilder rocken lernten

Berliner Musikszenen der 80er in Studentenfilmen der Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb) und Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg (HFF)


Donnerstag, 17.9., 18:00 Uhr

AG DOK 40 x Soundwatch
Programm 1:

dffb-Musikfilme der 80er und frühen 90er

Im letzten Jahrzehnt der Teilung Berlins wurde West Berlin ein Magnet für unangepasste Musiker aus aller Welt. Nach David Bowies mythenumrankten Berlin-Aufenthalt Ende der 70er folgte u.a. ein Tross australischer Musiker um Singer-Songwriter Nick Cave nach. Seine Band Birthday Party mutierte in Berlin zur neuen Combo Bad Seeds, mit dem Urberliner Frontmann der Einstürzenden Neubauten, Blixa Bargeld, als Gitarrist. Dem erweiterten Cave-Neubauten-Universum gehörte auch die Gruppe Die Haut an. Dessen Bassist Christoph Dreher studierte seinerzeit an der dffb. Er und auch Kommilitonen wie Heiner Mühlenbrock und später Uli M Schüppel drehen regelmässig mit Cave, Bargeld und Co.

In diesem Kurzfilmprogramm figurieren die Bad Seeds-Neubauten-Szene und deren Treffpunkte wie das Risiko, aber auch andere Akteure wie Klaus Beyer und Genres wie Hiphop, bevor das Label Aggro Berlin Marktführerschaft und Deutungshoheit mit deutschem Gangsta Rap für sich beansprucht hat.


Frank fährt zur Hölle
Frank Behnke, BRD 1980, 3 min, Musik: Camping Sex


Der Bauer im Parkdeck
Peter Braatz, BRD 1982, 2 min, Musik: S.Y.P.H.


Der karibische Western
Christoph Dreher, BRD 1984, 4 min Musik: Die Haut


Lost in Music – Risiko
Uli M Schüppel, BRD 1985, 5 min, Musik: Anita Lane


Die Sonne kommt.
Georg Maas, BRD 1988, 22 min, mit Klaus Beyer


Aus Leibes Kräften (Ausschnitt)
Heiner Mühlenbrock und Christine Domkowski, BRD 1982–90, ca. 5 min


Der wunderbare Mandarin
Peter Braatz, BRD 1985–87, 18 min, Musik: Béla Bartok


City of Refuge
Uli M Schüppel, BRD 1989, 4 min, Musik: Nick Cave and the Bad Seeds


Cheeba Garden – Aliens in Effect
Stefan Pethke, D 1992, 36 min


Zu Gast: Frank Behnke, Regisseur und Musiker

Donnerstag, 17.9., 20:00 Uhr

AG DOK 40 x Soundwatch
Programm 2:

HFF Konrad Wolf – Musikfilme der 80er

© HFF / Bernd Sahling

An der der damaligen Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« bieten Student:innen in den 80ern frische Sichtweisen auf Musik made in GDR.

Programm kuratiert von Dr. Claus Löser.


Femini – Rockband aus Berlin
Petra Tschörtner, DDR 1982, 20 min
Ein Porträt der Frauen-Combo


Die Puhdys kommen
Frank Ebert, DDR 1988, 30 min
Der Film begleitet die DDR-Rocker Nummer 1 auf West-Tournee.


Aber wenn man so leben will wie ich
Bernd Sahling, DDR 1988, 21 min
Bernd Sahlings Punk-Milieustudie ist einer der wenige Studenten-Filme über unangepasste Musik und Jugendkultur in der DDR.


Das Freie Orchester
Petra Tschörtner, DDR 1988, 20 min
Petra Tschörtners frühe post-HFF-Arbeit über die gleichnamige experimentelle Musikgruppe.


Zu Gast: Dr. Claus Löser, Kurator, und Bernd Sahling, Regisseur


Sonntag, 20.9.

Medienaktivismus in Berlin in den 80er und 90er Jahren


Sonntag, 20.9., 18:00 Uhr

Video-Kollektive der 80er Jahre in West-Berlin

Mit der Verbreitung des Mediums Video haben aktivistische Arbeiten eine neue Qualität bekommen – kostengünstiger, unmittelbarer, für breitere Kreise zugänglich. Wir zeigen Schlaglichter dieser bewegten Zeit:


Tuwat – Ein Film aus Berlin
Tuwat-Wochenschau-Kollektiv, West-Berlin 1981, 12 min
Ein Ergebnis des gleichnamigen Kongresses für Stadtpolitik von unten.


Videomagazin Schrägspur
MedienOperative Berlin u.a., West-Berlin 1983/84, 58 min
Produziert von der MedienOperative Berlin (aus der später die transmediale hervorgegangen ist; mitgegründet vom kürzlich verstorbenen AG-DOK-Kollegen Eckart Lottmann) und anderen.


Das war Bitteres aus Bitterfeld
Rainer Hällfritzsch Ulrike Hemberger, Margit Miosga, D 2006 45 min
Ein klandestin in der DDR gedrehtes, in West Berlin montiertes Exposé über Umweltzerstörung im Arbeiter- und Bauernstaat.


Sonntag, 20.9., 20:00 + 22:00 Uhr

30 Jahre AK KRAAK

AK KRAAK – das Videokassettenmagazin im Family-TV-Format, mit Nachrichten von unglaublichen Gegenströmungen, von wilden, verborgenen Strudeln im herrschend-erlogenen Einerlei.

AK KRAAK entstand im Kontext der Ostberliner Hausbesetzungen der frühen 1990er Jahre und versteht sich seitdem als Teil eines sozialen Aufbruchs zur medialen Selbstbestimmung. AK KRAAK ermöglichte in der Vorzeit des Internets den Austausch auf und vor der Leinwand.

»Ganz dicht dran und und gleichzeitig distanziert spielen wir mit den Absurditäten der Macht, prangern Ungerechtigkeiten an und haben Spaß dabei.«

www.akkraak.squat.net


20:00 Uhr
Programm 1
Die ersten 90er Jahre zwischen Besetzerinnen-Rat und Männer-Peepshow, geräumten Häusern und besetzenden Wagenburgen, antifaschistischer Gegenwehr u.v.m.


22:00 Uhr
Programm 2
Soziale Bewegungen zwischen Auf- und Abruch, digitaler Revolution und Technowahn, Radikal und Global, auf Bäumen und Castor-Transporten, mit und gegen Gewalt u.v.m.


Zu Gast: Aktivist:innen des AK KRAAK-Kollektivs