Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Mo 25

20:00  The Last City (OmdU)
zu Gast: Heinz Emigholz
22:15  Nomadland (OmU)

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Di 26

18:30  The Last City (OmdU)
20:30  EXBLICKS:
Boy Meets Boy
(engl. OV)
in presence of the director Daniel Sánchez López
22:30  Der Rausch (OmU)


Do 28

18:00  Die letzte Stadt (DF)
19:45  Borga (OmeU)

Fr 29

keine Vorstellung 


So 31

16:00  Werkschau Werner Fritsch:
Faust Sonnengesang IV

Berlin-Premiere in Anwesenheit des Regisseurs; Moderation: Marc Ottiker
20:00  Borga (OmeU)

Mo 01

18:00  Die letzte Stadt (DF)
20:00  Borga (OmeU)
in Anwesenheit des Regisseurs York-Fabian Raabe
22:15  Nomadland (OmU)

Di 02

18:00  Borga (OmeU)
20:00  Kurz.Film.Tour. 2021 – Deutscher Kurzfilmpreis:
Programm I

in Anwesenheit des Regisseurs Jannis Alexander Kiefer (»Meeting«)
22:15  Promising Young Woman (OmU)


Do 04

18:00  Klassenkampf
19:30  Borga (OmeU)

Fr 05

keine Vorstellung 

Sa 06

18:00  Klassenkampf
in Anwesenheit des Regisseurs Sobo Swobodnik und der Hauptdarstellerin Margarita Breitkreiz
20:00  Borga (OmeU)


Mo 08

18:30  Klassenkampf
20:00  Borga (OmeU)
22:15  Der Rausch (OmU)

Di 09

18:00  Borga (OmeU)
20:00  Kurz.Film.Tour. 2021 – Deutscher Kurzfilmpreis:
Programm II

in Anwesenheit des Regisseurs Martin Monk (»Favoriten«) und der Regisseurin Lucia Margarita Bauer (»Maman Maman Maman«)
22:00  Nomadland (OmU)

Mi 10

20:00  Borga (OmeU)
22:00  Promising Young Woman (OmU)

Fortsetzung folgt…

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LETsDOK – Bundesweite Dokumentarfilmtage

13.–19. September 2021

Auf Initiative der AG DOK – Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm finden die zweiten bundesweiten Dokumentarfilmtage vom 13. bis 19. September 2021 unter dem Motto LETsDOK statt, mit der wir die Vielfalt und Lebendigkeit des narrativen Dokumentarfilms feiern.


Berlinized (OmeU)

Dokumentarfilm, D 2012, 83 min, Regie: Lucian Busse

Berlin in den 90ern – Neben den großen politischen Umbrüchen und der kommerzialisierten Technokultur prägte auch ein heute eher vergessenes Paralleluniversum das Lebensgefühl der Stadt: Die Welt der Kellerbars und Hinterhofkreativen.

In den freien Häusern und Wohnungen in Berlin-Mitte zelebrierte nach dem Fall der Mauer eine Szene sehr verschiedener junger Menschen eine unbekümmerte Freiheit. Ob ein Projekt zukunftsträchtig war oder nicht – egal, man lebte von einem Event zum nächsten Experiment und betrieb die Ent-Etablierung von Kunst und Markt ganz spielerisch.

Der Film »Berlinized« beschreibt dieses spezielle Lebensgefühl in einer reflexiven Zeitreise in das Berlin-Mitte der 90er Jahre. Der Filmemacher Lucian Busse, selbst ein aktiver Protagonist jener Zeit, dokumentierte mit seiner Kamera den Wandel der Stadt, die Kunstszene, Clubs, Konzerte und die Baustellen, wo die Freiräume mit immer neuen unpersönlichen Bürogebäuden gefüllt wurden.

Di 14.09. 20:00 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs Lucian Busse


Szenen meiner Ehe

Dokumatarfilm, D 2020, 93 min, Buch, Regie, Kamera & Ton: Katrin Schlösser, mit Katrin Schlösser und Lukas Lessing

»Szenen meiner Ehe« ist ein Film über die Liebe und die kleinste Zelle der Gesellschaft: das Paar. Ein Film über das Zusammenleben zweier Menschen, die sich zufällig wieder getroffen haben und nun über ihren Fund staunen.

Das erste Mal trafen sie sich bei einer Wohnungsbesichtigung. Es war Liebe auf den ersten Blick, aber damals lebten beide in festen Beziehungen. Es blieb nur eine Affäre.
Zehn Jahre später führt sie der Zufall wieder zusammen. Kurz entschlossen heiraten sie. Lukas lebt und arbeitet in Österreich, Katrin in Berlin: Wie und wo wollen sie leben? Was ist er für sie, was sie für ihn?

Mit der Handykamera zeichnet die Filmemacherin Katrin Schlösser drei Jahre lang auf, was sie und ihren Mann Lukas fortan bewegt: Die Stimmungen, die Fragen, das Glück, die Zweifel, das Intime und das Alltägliche. Ein mutiger Film, der schonungslos sowohl die Höhenflüge wie die Abgründe einer zwischenmenschlichen Verbindung dokumentiert, die uns alle immer wieder ratlos macht, beglückt und berührt.

Mi 15.09. 20:00 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Katrin Schlösser


Alles ist Eins. Außer der 0.

Dokumentarfilm, D 2020, 90 min, Regie: Klaus Maeck & Tanja Schwerdorf

© Neue Visionen Filmverleih

Sie sind Aktivisten, Spione, Genies: Ohne die Hacker schiene uns die schöne bunte, digitale Informationsgesellschaft als bestmögliche aller Welten. Sie sind die Aufklärer, die der blinde Glaube an die mehr oder weniger sozialen Netzwerke nötig hat. Am Anfang der Hacker-Kultur stand Deutschlands erster digitaler Bürgerrechtler: Wau Holland ist der Visionär einer demokratischen digitalen Kultur. 1981 gründete er mit einer Handvoll Mitstreitern den Chaos Computer Club (CCC), der durch spektakuläre Hacks und später durch Verstrickungen mit den Geheimdiensten weltbekannt wurde. Wau Holland und der CCC stehen für eine Praxis des ungehinderten sozialen Austauschs mit den Mitteln der Maschine. Digitalisierung ist für sie nicht nur Heilsbringer, sondern eine Regierungstechnik, von der nichts weniger als der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft abhängt. Vom Computer-Nerd zum Datenkünstler, vom Einsiedler zum Medienstar, vom subversiven Hacker zum Verfechter der Demokratie: Der energiegeladene Dokumentarfilm zeigt mit cleveren Montagen, wie die großen Fragen unserer Gegenwart das Leben und Wirken Wau Hollands durchzogen. Gerade für die heutige Dynamik des Internets, in der eine Meinung nicht nur freie Äußerung, sondern immer auch eine Waffe ist, wirkt die Hacker-Ethik des CCC wie ein Mahnmal zivilgesellschaftlicher Werte.

Der Film erzählt eine Geschichte digitaler Subversion: vom exklusiven Club zu einer Instanz, die heute bei allen Fragen der Netzpolitik zu Rate gezogen wird. Der Dokumentarfilm von Klaus Maeck und Tanja Schwerdorf setzt der bekanntesten deutschen Hackervereinigung ein stilsicheres, kraftvolles und würdiges Denkmal. Selten hat man ein so eindringliches Portrait über Zeitgeist-Pioniere gesehen, deren Weitblick für die Gegenwart so beeindruckend wie bereichernd ist.

Do 16.09. 18:00 Uhr
So 19.09. 17:45 Uhr

Shane (OmU)

Dokumentarfilm, Großbritannien 2020, 124 min, Regie: Julien Temple

© Neue Visionen Filmverleih

Shane MacGowan. Rebell, Punk, Poet. Frontmann der legendären Band The Pogues. Begnadeter Songwriter und exorbitanter Selbstzerstörer. Der durchgeknallte Unruhestifter mit irischen Wurzeln, der nach London zog, um in den Underground-Clubs und Pubs die dort gerade entstehende Punkbewegung mit irischem Folk aufzumischen. Aus der Nische des Punk heraus schaffte es Shane, seinen Landsleuten in der aufgeheizten Stimmung des Nordirland-Konflikts eine weithin hörbare Stimme zu geben, mit einer Wucht und Hemmungslosigkeit, die sie bis dahin nie hatten. Und wie nebenbei schuf er mit »Fairytale of New York« im Stil einer irischen Folk-Ballade eines der meistgehörten Weihnachtslieder der Briten im 21.&tinsp;Jahrhundert.

Nun hat der gefeierte Dokumentarfilmer und Wegbegleiter des Punk, Julien Temple, Shane ein Denkmal gesetzt: ein Feuerwerk aus intimen Aufnahmen der britischen Punk-Kultur aus Temples eigenen Archiven und bisher unveröffentlichtem Material. Temple beschwört in seinem Film Aufstieg und Niedergang eines rotzigen Genies, das sich selbst mit seinen Exzessen aus der eigenen Band katapultierte und bis in den Rollstuhl brachte, um schließlich seinen 60sten Geburtstag mit neuen Zähnen, altem Humor und Größen wie Nick Cave und Johnny Depp als rauschendes Fest auf der Bühne zu feiern.

Nach den furiosen Rockumentarys »The Great Rock’n’Roll Swindle« über die Sex Pistols und »Joe Strummer – The Future is Unwritten« ist Temple mit »Shane« erneut ein mitreißender Film über die Punkbewegung und ihre Galionsfiguren gelungen. Ein halluzinierender Tauchgang in die brodelnde Welt des Folk-Punk, der anarchischen Zerstörungswut und der blanken Poesie hinter rausgekotzten Worten.

Sa 18.09. 21:45 Uhr

A Black Jesus (OmU)

Dokumentarfilm, D 2020, 92 min, Regie: Luca Lucchesi

© Filmwelt / Luca Lucchesi, Road Movies

In einer kleinen Stadt an der südlichen Grenze Europas verehren die Menschen seit vielen Jahrhunderten die Statue eines schwarzen Jesus. Als der 19-jährige Edward aus Ghana, Bewohner des viel diskutierten Flüchtlingszentrums, darum bittet, gemeinsam mit den Einheimischen die Jesus-Statue in der großen jährlichen Prozession durch den Ort tragen zu dürfen, spaltet dieser Wunsch die Gemeinde.

Auf einer Reise, die den Ursprung von Angst und Vorurteilen gegenüber den »anderen« erforscht, werden die Bewohner dieser kleinen europäischen Stadt aufgefordert, sich mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen, beginnend mit der Ikone ihres Glaubens: einem schwarzen Jesus.

Der von Wim Wenders produzierte Dokumentarfilm ist das Ergebnis von zwei Jahren intensiver Recherche in der Gemeinde von Siculiana, der Heimatstadt von Luca Lucchesis Vater. Ein intimer, politischer Film und ein persönliches Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zur Menschheit.

Mi 15.09. 18:15 Uhr
Sa 18.09. 17:30 Uhr
So 19.09. 19:30 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs Luca Lucchesi

Di 21.09. 18:00 Uhr (Zusatz-Vorstellung außerhab der Reihe LETsDOK)