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LETsDOK – Bundesweite Dokumentarfilmtage

12.–18. September 2022

Vom 12. bis 18. September 2022 finden die dritten bundesweiten Dokumentarfilmtage unter dem Motto LETsDOK statt, mit der wir die Vielfalt und Lebendigkeit des narrativen Dokumentarfilms feiern.


Kühe auf dem Dach (OmU)

am Donnerstag, 15.9., 19:30 Uhr
in Anwesenheit des Regisseurs Aldo Gugolz; mit Vorfilm »Giorgio«

Schweiz 2020, 82 min, Regie: Aldo Gugolz, mit Fabiano Rauber, Eva Clivio, Santino Rauber, Philippe Rauber, Dominik Studer, Martina Clivio, Fritz Abderhalden, Bruno Lukas

Zwischen Ziegen, Kühen und Alpen wird Fabiano Vater. Doch die Idylle trügt: Er ist bemüht den Alpkäse so herzustellen wie das seine Aussteiger-Eltern in den 70er machten. Neben Schulden nagen auch noch Schuldgefühle an ihm. Im Vorjahr verunfallte ein mazedonischer Schwarzarbeiter tödlich. Seitdem lässt sein Tod Fabiano nicht mehr los. Wie können er und seine Freundin Eva unter so schwierigen Umständen ein gemeinsames Leben mit ihrem Nachwuchs aufbauen? Vor der imposanten und bedrückend-stillen Kulisse der Tessiner Alpen, entpuppt sich Aldo Gugolz’ Film als spannende Gratwanderung zwischen Kriminalfall und feinfühligem Portrait eines jungen Landwirten.

Prix du Jury – Visions du Réel 2020


Exklusiv zeigt das Lichtblick-Kino den prämierten Dokumentarfilm von Aldo Gugolz im Rahmen der bundesweiten Dokumentarfilmtage LETsDOK. Der Regisseur stellt den Film am 15.9. um 19:30 persönlich vor. An diesem Abend zeigen wir als Vorfilm den Kurzfilm »Giorgio«, den Regisseur Aldo Gugolz für das Festival »Visions du Réel« fertiggestellt hat.

Als junger Filmstudent lernte Regisseur Aldo Gugolz die Alpe d’Arena und einen Älpler namens Giorgio im Tessin kennen. Giorgio lebte zu der Zeit ganz alleine auf der Alp und machte eigenen Käse. »Der Anblick von seinen Schweinen, die sich genüsslich mit Sonnenbrand vor dem Stall im Dreck suhlten, war ein Bild, welches sich mir tief ins Gedächtnis brannte, ein Bild des absoluten Glücks, das ich damals mit meiner Super8-Kamera festhielt«, so der Regisseur. Giorgio habe sich damals auf der Alpe d’Arena mit Hilfe der Natur selbst von seiner Heroinsucht geheilt. Der Film erzählt seine wundersame Geschichte.
30 Jahre später traf der Regisseur am selben Ort eine neue Generation von Älplern, die er in seinem neuen Dokumentarfilm »Kühe auf dem Dach« porträtiert hat.

Aldo Gugolz, geboren 1963 in Luzern, arbeitete als Foto-Reporter für Tageszeitungen in der Schweiz, studierte dann von 1986 bis 1992 Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der HFF München. Seither arbeitet er als Regisseur, Autor und Kameramann für Film und Fernsehen. Aldo Gugolz lebt und arbeitet in Berlin. Im Lichtblick-Kino stellte er bereits seine Dokumentarfilme »Stets gern für Sie beschäftigt, …« und »Spaghetti, Sex und Videos« vor. auch sein Film »Rue de Blamage«, der in der Schweiz zum Überraschungserfolg wurde, war 2019 bei uns zu sehen und konnte unser Publikum begeistern.

Mo 12.09. 18:30 Uhr
Di 13.09. 18:00 Uhr
Mi 14.09. 18:30 Uhr
Do 15.09. 19:30 Uhr

mit Vorfilm »Giorgio«
in Anwesenheit des Regisseurs Aldo Gugolz

Sa 17.09. 17:15 Uhr
So 18.09. 22:00 Uhr

The Other Side of the River –
No Woman, No Revolution
(OmeU)

am Montag, 12.9., 19:00 Uhr
in Anwesenheit der Co-Autorin Guevara Namer

Dokumentarfilm, D/FIN 2021, 92 min, Regie: Antonia Kilian

© jip film & verleih<

Die 19-jährige Hala entkommt einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat überquert, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Einheit, die bald darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreit. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der Ehe als ultimativer Unterdrückungs-Institution.

Die Grausamkeiten, die diese jungen Frauen durch ihre Ehemänner und in ihren eigenen Familien erfahren haben, führen sie auf die andere Seite des Flusses, wo sie im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung aufgeklärt werden. Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert und widmet sich entschlossen dem Versprechen, nicht nur mehr Frauen, sondern auch ihre Schwestern um jeden Preis zu befreien. Doch gibt es in Halas Leben noch Platz für Freiheit und sogar Liebe, wenn ihre Mission alles vereinnahmt?

Gewinner des Deutschen Filmpreises 2022 in der Kategorie Dokumentarfilm.

Mo 12.09. 20:00 Uhr

in Anwesenheit der Co-Autorin Guevara Namer

Mi 14.09. 22:00 Uhr
Sa 17.09. 18:45 Uhr
So 18.09. 20:30 Uhr

Komm mit mir in das Cinema – Die Gregors (OmeU)

am Dienstag, 13.9., 19:30 Uhr
in Anwesenheit der Regisseurin Alice Agneskirchner

Dokumentarfilm, D 2022, 155 min, Buch & Regie: Alice Agneskirchner 

Ein Leben ohne Kino ist möglich, aber sinnlos. Getreu dieser Devise sind Erika und Ulrich Gregor seit 1957 überall auf der Welt unterwegs gewesen, um ungewöhnliche Filme zu finden und nach Berlin zu holen. In einer assoziativen Montage verbinden sich Filmgeschichte, bundesdeutsche und Berliner Zeitgeschichte mit dem heutigen Leben der Gregors, flankiert von den Aussagen vieler Wegbegleiter.

Filmemacher und Filmemacherinnen wie Helke Sander, Jutta Brückner, Wim Wenders, Jim Jarmusch, Rosa von Praunheim, Doris Dörrie, Michael Verhoeven, Edgar Reitz, Alexander Kluge, Gerd Conradt und Volker Schlöndorff erzählen von dem Einfluss, den die Gregors auf sie persönlich hatten und zeichnen so ein lebhaftes Bild der Filmkultur von den 60er- und 70er-Jahren, dem Neuen Deutschen Film bis hin zu internationalen Independent Klassikern.

Mit Archivmaterial und Filmausschnitten aus 40 Filmen wie »The Chelsea Girls« von Andy Warhol, »Das Mädchen aus der Streichholzfabrik« von Aki Kaurismäki, »Shoah« von Claude Lanzmann, »Rote Sonne« von Rudolf Thome oder »Hungerjahre« von Jutta Brückner spannt der Film einen weiten Bogen, dessen Zentrum Erika und Ulrich Gregor bilden. Mit ihnen unternehmen wir eine Reise durch 70 Jahre Filmgeschichte und erhalten Einblicke in den Alltag dieses bedeutenden Filmpaares, das seit mehr als 60 Jahren verheiratet ist und immer noch jeden Tag zusammenarbeitet – getreu dem Motto von Bertolt Brecht: »Wer noch lebt, sage nicht niemals«.

Weltpremiere: Berlinale Forum 2022

Di 13.09. 19:30 Uhr

in Anwesenheit der Regisseurin Alice Agneskirchner

Sa 17.09. 14:30 Uhr