Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



Das gesamte Programm ansehen


Fr 07

keine Vorstellung 

Fortsetzung folgt…

Programm reduzieren
Download Programm-PDF:
 Lichtblick-10-2022-Kalender.pdf (116 kB)
 Lichtblick-10-2022.pdf (1.8 MB)

Doku-Fiction

Rosa von Praunheim:
Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt

Dokufiction, BRD 1971, 70 min, Regie: Rosa von Praunheim, mit Bernd Feuerhelm, Berryt Bohlen, Ernst Kuchling, Dietmar Kracht, Steven Adamczewski u.v.a.

Daniel, ein junger Mann aus der Provinz, kommt nach Berlin und trifft dort zufällig Clemens. Beide erleben die große Liebe. Sie ziehen zusammen und versuchen, die bürgerliche Ehe zu kopieren. Doch nach vier Monaten endet das große Glück. Daniel hat inzwischen einen älteren, reichen Mann kennengelernt und zieht mit ihm in dessen Villa.

Doch bald, bei einem Musikabend, betrügt ihn sein älterer Freund. Für ihn war Daniel nur ein Objekt. Daniel arbeitet jetzt in einem Homosexuellen-Café, kleidet sich nach der neuesten Mode und lernt schnell sich den Idealen der Subkultur anzupassen. Seine Freizeit verbringt er im Strandbad und lässt sich bewundern. Nachts geht er in Homosexuellen-Bars und wird immer abhängiger von dem ständig wechselnden sexuellen Abenteuer. Nach einiger Zeit entdeckt er den exotischen Reiz schwuler Parks und Toiletten. Er erlebt, wie ältere Homosexuelle von Rockern zusammengeschlagen werden. Schließlich landet er in einer Transvestiten-Kneipe, in der sich zu später Stunde alles trifft, was bis dahin keinen Partner gefunden hat.

Hier trifft er Paul, der ihn in seine schwule Wohngemeinschaft mitnimmt. Die Gruppe diskutiert mit ihm seine Probleme. Sie macht ihm klar, dass er ein oberflächliches Leben führt. Seine Aufgabe als emanzipierter Schwuler ist es sich zu seinem Schwulsein zu bekennen, andere Inhalte zu schaffen als nur Mode und Sex. Man schlägt ihm vor, sich politisch zu organisieren und gemeinsam mit anderen Schwulen über menschliche Formen des Zusammenlebens nachzudenken.

»Ein militant marxistischer Aufruf für ein Ende der Schwulenunterdrückung.«
(Vincent Canbys, New York Times)

So 02.10. 21:00 Uhr

davor: Rex Gildo – Der letzte Tanz (19:15 Uhr)