Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Di 20

20:15  Futur Drei (OmeU)
22:00  Oeconomia

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Fr 23

keine Vorstellung 

Sa 24

Christoph Schlingensief zum 60. Geburtstag
18:00  Bye Bye und weitere Kurzfilme
Kurzfilm-Premiere
19:15  Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir
+ Vorfilm:
Duisburg Fluxus 16 mm / Über die Entstehung der Filme
21:45  Menu Total


Mo 26

18:00  Oeconomia
20:00  Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit
in Anwesenheit der Regisseurin Yulia Lokshina

Di 27

19:30  kurz gesehen:
Emeka Okereke:
I Wonder As I Wander: On Akinbode Akinbiyi

in Anwesenheit des Filmemachers Emeka Okereke
21:15  Berlin Alexanderplatz (OmeU)

Mi 28

18:15  Oeconomia
20:00  Im Stillen laut
in Anwesenheit der Regisseurin Therese Koppe


Fr 30

keine Vorstellung 




Di 03

20:00  Deckname Jenny
in Anwesenheit des Filmteams

Mi 04

20:00  Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit
in Anwesenheit der Regisseurin Yulia Lokshina

Do 05

18:00  Futur Drei (OmeU)
19:45  Berlin Alexanderplatz (OmeU)

Fortsetzung folgt…

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Deckname Jenny

D 2017, 108 min, Buch & Regie: Samira Fansa, Co-Regie: Jane Georget Leonhardt, Bildgestaltung: Christian Taschka, Schnitt: Andre Weinreich, Musik: Guts Pie Earshot, Nomi & Aino, mit Sarah Graf, Ulf Peter Schmitt, David Schellenberg, Jörg Messerschmidt, Detlef Neuhaus u.a.

Eine Geschichte zwischen Liebe und Verrat, Hoffnung und Resignation, Widerstand und Freundschaft: Jennys anarchistische Bande will nicht mehr zuschauen: Flüchtlinge an den zäunen Europas, eingesperrt in Lagern. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen zufällig herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen. Der Deckname »Jenny« und dessen klare Zuordnung verschwimmt plötzlich um so mehr, je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.


Ein politischer Spielfilm. Subversiv. Anarchistisch.

Eine fiktive Geschichte von radikalen, jungen Aktivist*innen und alten militanten aus der Stadtguerilla, erzählt mit Augenzwinkern. Aus Liebe und Sympathie zu Menschen die sich wehren. Gegen Rassismus, gegen Homophobie, gegen die „Festung Europa“. Es geht um Menschen mit Stärken und Schwächen – nicht um Geschlechterstereotypen. Nicht um Macker. Nicht um »fucking Helden«. Der Blick auf die Menschen mit ihren Decknamen: queer und feministisch. Ohne ideologische Verrenkungen und moralischen Zeigefinger. Aber scharf radikal. Worte. Auseinandersetzungen – die selten den Weg auf eine Kinoleinwand schaffen.

Das Team bestimmte die Radikalität des Filmes. Und das Umfeld, das den Film als politisches Projekt unterstützte. Ohne marktorientierte Produktion und zweifelhafte Förderungen. Gedreht fast ohne Geld. Mit starker Unterstützung der selbstverwalteten Filmschule »filmArche«. Ein Film, der sich nicht vor der Auseinandersetzung scheut, die Gewaltfrage zum Thema zu machen. Im Kontext dieser Zeit. In einer Zeit, in der ein Innenminister unwidersprochen die Aktionen, den Krawall und militanten Aktionen der menschen gegen den G20 Gipfel in Hamburg mit Nazimördern und IS-terror gleichzusetzen wagt. Und gleichzeitig linke Onlinemedien abschaltete, als befänden wir uns in einer Militärdiktatur.

Dieser Film ist mehr als ein politischer Spielfilm zum konsumieren. Fiktion und Dokumentarisches verschwimmen immer wieder, der Deckname »Jenny« steht plötzlich für mehr als für eine Person. Und nebenbei bricht die Story mit ein paar dramaturgischen Gewohnheiten eines Kinofilmes und etabliert einen eigenen Stil. die Akteur*innen im Set werden Teil des Filmes, und reale Aktivist*innen werden Schauspieler*innen. Und professionelle Schauspieler*innen sprechen Themen an, die sich Aktivist*innen aus Selbstschutzgründen verkneifen. Mit der Musik von Gut Pie Earshot und Nomi & Aino.

Di 03.11. 20:00 Uhr

in Anwesenheit des Filmteams