Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Di 30

18:15  Toubab
20:00  Kurz.Film.Tour –
Der Deutsche Kurzfilmpreis:

Programm III

in Anwesenheit der Regisseurin Veneta Androva (»From my Desert«) und des Produzenten Guillaume Cailleau (»A Demonstration«)
22:00  Pankow ’95

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Fr 03

keine Vorstellung 

Sa 04

18:00  Harald Naegeli – Der Sprayer von Zürich
in Anwesenheit der Regisseurin Nathalie David
20:15  Toubab
22:00  Borga (OmeU)


Fortsetzung folgt…

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Filmreihe

Musik-Dokumentarfilme

1.–10. + 20. Dezember

20.000 Days on Earth (OmU)

Dokumentarfilm, GB 2014, 95 min, Regie: Iain Forsyth & Jane Pollard, mit Nick Cave, Warren Ellis, Kylie Minogue, Ray Winstone u. a.

24 Stunden im Leben der Musiklegende Nick Cave – In »20.000 Days on Earth« treffen Erinnerung, Fiktion und Wirklichkeit des vielfältigen Genies aufeinander.

»20.000 Days on Earth« ist keine herkömmliche Dokumentation, sondern ein rohes und überraschend ehrliches Portrait über Nick Cave, dass uns intime Einblicke in seinen künstlerischen Schaffensprozess gibt. Ein Film, der sich mit Identität beschäftigt und der Frage auseinandersetzt, was eigentlich einen Menschen ausmacht; ein Loblied auf die transformative Macht der Kreativität.

Mo 01.12. 18:30 Uhr
Mi 03.12. 18:30 Uhr
Do 04.12. 18:00 Uhr
Sa 06.12. 18:15 Uhr
So 07.12. 23:00 Uhr
Mo 08.12. 18:30 Uhr
Di 09.12. 18:30 Uhr
Mi 10.12. 22:30 Uhr

Searching for Sugar Man (OmU)

S/UK 2012, 86 min, Regie: Malik Bendjelloul, mit Sixto Rodriguez, Stephen »Sugar« Segerman, Craig Bartholomew-Strydo

Sixto Rodriguez – noch nie gehört? Dabei war der mexikanisch-stämmige Singer-Songwriter einst gefeiert wie Bob Dylan und Elvis Presley zusammen – allerdings ausschließlich in Südafrika. Hier wurde in den 70ern sein Album »Cold Fact« zum Soundtrack der Anti-Apartheidbewegung. In Rodriguez’ Heimat hingegen, den USA, wusste niemand von seinem Ruhm, auch nicht er selbst. Zwei südafrikanische Fans begeben sich eines Tages auf die Suche nach ihrem Idol, um das sich viele Gerüchte ranken, vor allem um dessen vermeintlichen Selbstmord. Was sie am Ende entdecken ist weit mehr, als sie sich erhofft hatten.

»Searching for Sugar Man« ist die unglaubliche, märchengleiche Geschichte eines Stars, der keiner sein sollte, eines genialen Musikers, dessen Zeit noch nicht gekommen war. Regisseur Malik Bendjeloull porträtiert die stille Seite des Ruhms und eine faszinierende Persönlichkeit. Immer mit dabei sind die Songs von Rodriguez, die es wert sind, endlich gehört zu werden.

Der Film wurde u. a. auf dem Sundance Film Festival mit zwei Auszeichnungen bedacht (Bester Ausländischer Dokumentarfilm, Jury & Publikum).

Di 02.12. 18:30 Uhr

Elektrokohle – Von Wegen (OmeU)

Dokumentarfilm, D 2009, 91 min, Regie: Uli M Schueppel, Kamera: Cornelius Plache, Uli M Schueppel, mit Blixa Bargeld, Alexander Hacke, F.M. Einheit, Mark Chung, Andrew Unruh, Juliane Behnfeldt, Heiner Müller, Jack Lang u. a.

Der 21. Dezember 1989 in Berlin: Eine Stadt im Umbruch, im Begriff der Auflösung und doch voller Möglichkeiten. Die Einstürzenden Neubauten sollen ihr erstes Konzert im Osten der noch geteilten Stadt geben. Die westberliner Musiker begeben sich auf eine ungewöhnliche Reise durch ein Berlin im Wandel: Vorbei an Grenzkontrollen und durch die Mauer, deren Aufhebung nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint. Im Wilhelm-Pieck-Saal des VEB Elektrokohle trifft schließlich nicht nur ein westdeutscher Kulturexport auf eine Industriestätte der DDR, nicht nur künstlerische Avantgarde auf ein Symbol der Arbeit. Die Band sieht sich vielmehr einem besonderen Publikum gegenüber, das trotz Grenzöffnung nicht die Flucht, sondern die Konzertkarte ergriffen hat.

Uli M Schueppel wurde Zeuge eines historischen Moments, einer kraftvollen Begegnung, die die Energie jener Zeit, die Unsicherheit, aber auch die Lust und Neugier aufeinander noch heute spüren lässt. 20 Jahre später zeigt die Stadt ein anderes Gesicht, sind die Wege durch Berlin und Deutschland voll verwischter Spuren der Vergangenheit. Uli M Schueppel zeichnet mit damaligen Konzert-BesucherInnen ihre Wege zum VEB Elektrokohle nach, die sie in jener Dezembernacht in ein kulturelles Zwischenreich führten – aus der Offiziersschule Löbau, aus den Offenbacher Stuben, von wo aus Heiner Müller gleich eine ganze Delegation französischer Minister zu den Neubauten abschleppte, aus der westlichen Nachbarschaft und dem östlichen Umland. Die verschlungenen Wege aus Ost und West hin zu einem Ort kulturellen Austauschs verwebt Uli M Schueppel zu einem Mosaik deutsch-deutscher Zwischenzeit, porträtiert den vibrierenden und energetischen Möglichkeitsraum dieses Intervalls, der heute an Faszination noch gewonnen hat.

Fast auf den Tag genau fand das Konzert vor 25 Jahren statt – ein Grund, den Film noch einmal zu zeigen!

Sa 20.12. 20:00 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs Uli M Schueppel