Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:


Di 30

18:15  Toubab
20:00  Kurz.Film.Tour –
Der Deutsche Kurzfilmpreis:

Programm III

in Anwesenheit der Regisseurin Veneta Androva (»From my Desert«) und des Produzenten Guillaume Cailleau (»A Demonstration«)
22:00  Pankow ’95

Das gesamte Programm ansehen



Fr 03

keine Vorstellung 

Sa 04

18:00  Harald Naegeli – Der Sprayer von Zürich
in Anwesenheit der Regisseurin Nathalie David
20:15  Toubab
22:00  Borga (OmeU)


Fortsetzung folgt…

Programm reduzieren

Filmreihe

Devoured Berlin
Architektur zwischen Destruktion und Rekonstruktion

Filmprogramm zum Ausstellungs-Projekt »Devour!«
22.–26. März

Als Begleitprogramm zum Ausstellungsprojekt »Devour!« (nähere Informationen siehe unten) zeigen wir eine Sammlung von Filmen, die Veränderungen der Berliner Architekturlandschaft und des urbanen Raums nach der Wende beschreiben. Es geht um künstlerische Videos, die die Bedeutung dieser Transformationen für die Stadt Berlin und für dessen Einwohner interpretieren. Diese Filmreihe konzentriert sich auf Dokumentarfilme, die in den 90er Jahren entstanden sind; beinhaltet aber auch neue filmische Positionen, die die architektonische Transformation Berlins mit verschiedensten künstlerischen Ansätzen zeigen.

Das Filmprogramm wurde kuratiert von Patricia Morosan.
Filmeinführung & Moderation: Frances Margaret Hill


Ausdauer

1997, 86 min, Regie: Daniel Eisenberg

Der Film reflektiert die Zeit nach einem großen historischen Ereignis. Viele der gefilmten Orte in Berlin waren historische Bauwerke, die bald nach der Wende verändert, renoviert oder abgerissen wurden. Ein Teil des filmischen Arbeitsprozesses bestand darin, vorauszuahnen, welche Orte unmittelbar betroffen sein wird, und welche sich über einen längeren geschichtlichen Bogen hinweg verwandeln würden.

Vorfilm:
.spurnahme
2008, 14 min, Regie: Juliane Henrich
».spurnahme« ist der Versuch, einen Ort als Erinnerungsort zu zeichnen. Und stellt die Frage, inwieweit man Dinge erinnern kann, die man nicht selbst erlebt hat, aber glaubt aus einem Ort lesen zu können. Der Film kreist um das Areal in Berlin-Mitte, auf dem die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes errichtet wird. Im Kaiserreich befand sich dort ein Exerzierplatz, zu DDR-Zeiten das »Stadion der Weltjugend«.

So 22.03. 18:30 Uhr

mit Vorfilm ».spurnahme«
in Anwesenheit der Regisseurin Juliane Henrich


Kurzfilmprogramm

Grunske
2009, 5 min, Regie: Sabine Schöbbel
Der Berliner Palast der Republik im »Metamorphose« und in der Dämmerung zeigt sich im Prozess von Umnutzung, Sanierung und Zerstörung als ein stets sich wandelnder Bedeutungsträger.

Drowning 1 – Berlin City Tours
2010, 6 min, Regie: Steffen Ramlow
Der Film beschreibt Vergänglichkeit als einen allgegenwärtigen Teil von urbaner Realität. Die Ruinen des Palastes der Republik in Berlin und die Gewässer von Venedig sind die beiden zentralen visuellen Komponenten in diesem Kurzfilm. Die letzten Reststücke des Palastes ertrinken als Erinnerungsschnipsel in den Kanälen der versinkenden Stadt. Der Film reflektiert nicht nur die Veränderungen von Raum mit der Zeit, sondern beschäftigt sich auch mit der Frage nach der Beschaffenheit von Leere und Zerstörung.

mit dem wort wende
2009, 3 min, Regie: Juliane Henrich
Eine Zeitraffer-Aufnahme des Berliner Fernsehturms wird mit den Fragmenten einer Rede versetzt, die Christa Wolf kurz vor Mauerfall auf dem Alexanderplatz hielt. Das scheinbar vertraute Bild der Gegenwart erscheint so im Beschleunigungsmodus der Geschichte und lässt über den heute alltäglichen Begriff der »Wende« reflektieren.

Module 1: F 05.11 / Module 2: Restraum
2010, 22 min / 23 min, Regie: Meggie Schneider
Die Wende und dessen Architektur als urbanen Machtkörper wird in diesen zwei Filmen reflektiv verarbeitet.
In »Module 1« erzählt die Bewohnerin einer Wohnung mit Blick auf den Fernsehturm aus ihrem Leben. Einst für Verdienste vom Staat beschenkt, blieb sie bis heute in der gleichen Wohnung. Und doch änderte sich die Bezeichnung ihrer Etage um 4 Stockwerke.
»Module 2« visualisiert einen urbanen Raum mit öffentlichem Charakter in der geografischen Mitte Berlins, namenlos und gerahmt von zwei auf Stelzen angelegten Wohnmonumenten des Plattenbautyps P2.

Mo 23.03. 19:00 Uhr

in Anwesenheit der Filmemacher Steffen Ramlow (Drowning 1) und Meggie Schneider (Module 1 & 2)


Der Platz (OmeU)

1997, 52 min, Regie: Uli M Schueppel

Der Potsdamer Platz und dessen architektonische Veränderung ist das Subjekt dieses Films, der die größte innerstädtische Baustelle Europas zeigt. Durch die Montage aus schwarz-weißem Dokumentarmaterial und der Filmmusik, die FM Einheit ausschließlich aus Original-Baugeräuschen komponiert hat, zeigt Uli M Schueppel die Baustelle als imaginären Körper, der pulsiert, vibriert und unaufhörlich wächst.

»Der Platz« wird als Überlagerung zweier konträrer Topographien gezeigt. Über die sichtbare Veränderung des Ortes gewinnen die Erzählungen der Menschen Raum, die die Aussicht auf Beschäftigung aus allen Teilen Europas hierhergeführt hat. Die inneren Monologe umkreisen ebenfalls den »Platz« – den anderen, abwesenden Platz, der in ihrem Leben die Bedeutung eines emotionalen und mentalen Fixpunktes gewonnen hat.

Di 24.03. 19:30 Uhr

in Anwesenheit des Regisseurs Uli M Schueppel


Die leere Mitte

1998, 62 min, Regie: Hito Steyerl

In diesem Film werden die Veränderungen in Berlin greifbar. Der Film beobachtet über einen Zeitraum von acht Jahren die architektonischen und politischen Veränderungen am Potsdamer Platz in Berlin. Auf einem leeren Minenfeld zwischen den Grenzen des Kalten Krieges steht der Potsdamer Platz leer. Zwischen 1990 und 1998 kehrt die Mitte Berlins zurück. Es entsteht aber ein Hauptquartier internationaler Konzerne.

Di 24.03. 21:00 Uhr

Tiefsehmagazine 1990–2005 (Auswahl)

Regie: AK KRAAK

Eine Auswahl von Filmen des Videoaktivisten-Kollektivs AK KRAAK wird die Rekonstruktion des Lebensgefühls und der Geschehnisse nach der Wende in der Ostberliner Hausbesetzerbewegung zeigen. Die Videos dokumentieren diese soziale Bewegung und die damaligen Debatten über Fragen zu Stadt und Besitz.

Do 26.03. 19:00 Uhr

in Anwesenheit von Manuel Zimmer und Kirsten Wagenschein vom Künstlerkollektiv AK Kraak


Das Projekt »Devour!« verbindet die Arbeit von Künstlern, Filmemachern, Architekten und Forschern in einem umfangreichen Ausstellungsprojekt. Architektonische und urbanistische Hybridsituationen, die als Folge von kulturellen, politischen und sozialen anthropophagischen Prozessen entstanden sind, werden in dieser Ausstellung thematisiert.

Devour!
Sozialer Kannibalismus.
Politische Neudefinierung und Architektur

Freies Museum Berlin
Bülowstraße 90, 10783 Berlin
in Partnerschaft mit Savvy Contemporary
Vernissage: 21.3., 19:00 Uhr
kuratiert von Marta Jecu

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik Berlin
Siemensstraße 27, 10551 Berlin
Vernissage: 25.3., 18:00 Uhr
Dramaturgie und Moderation: Andrej Mircev

KunstKraftWerk Leipzig
Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig
Vernissage: 30.4., 18:00 Uhr