Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79

heute:



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Mi 10

20:15  Moneyboys (OmeU)


Fr 12

keine Vorstellung 







Fr 19

keine Vorstellung 



Mo 22

20:00  Der laute Frühling
in Anwesenheit der Regisseurin Johanna Schellhagen




Fr 26

keine Vorstellung 

Sa 27

20:00  Mit 20 wirst du sterben (OmU)
in Anwesenheit des Produzenten Michael Heinrichs


Mo 29

20:30  EXBERLINER presents:
EXBLICKS
Preview: Ladybitch
(OmeU)
in presence of directors Marina Prados & Paula Knüpling


Mi 31



Fr 02

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Fortsetzung folgt…

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Filmklassiker im Lichtblick-Kino

Andrei Tarkowski Sommer-Special

6.–28. August

Die Filme von Andrei Tarkowski (1932–1986) sind untrennbar mit der Filmgeschichte verbunden. Und ein Sommer in Berlin ohne Tarkowskis Filme ist für Berliner Cineasten undenkbar.
Wir wollen die Tradition ununterbrochen fortführen: wir nehmen die digitale Restaurierung seiner ausgewählten Werke zum Anlass und zeigen drei Filme des russischen Regisseurs, die in die Filmgeschichte eingegangen sind.

Wir zeigen »Solaris«, »Stalker« und »Nostalghia« jeweils an drei Terminen im August. Denn wie der Schweizer Publizist und Filmkritiker Walter Ruggle würden wir auch seine Filme »mit auf die einsame Insel nehmen, weil sie sie stets ein Geheimnis bewahren und ich sie bei jedem Wiederschauen neu erlebe. Man müsste sie sich auch so alle paar Jahre anschauen. Auf der Insel Kino, zum Beispiel.«


Solaris – Солярис (OmU)

UdSSR 1972, 167 min, Regie: Andrei Tarkowski, Buch: Andrei Tarkowski, Friedrich Gorenstein nach einer Vorlage von Stanisław Lem, Kamera: Wadim Jussow, mit Donatas Banionis, Natalija Bondartschuk, Jüri Järvet u.a., FSK: ab 12 Jahren

trigon-film.org

Zum Planeten Solaris geschickt, soll der Psychologe Kris mysteriöse Ereignisse auf der Forschungsstation aufklären. Er trifft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder einer ursprünglich 85-köpfigen Crew, unerklärlich sind die Gründe, warum der Großteil der Gruppe sterben musste. Für die Besatzung des Raumschiffs beginnt eine Reise in ihre eigene Innenwelt und das Sein.

In der Notwendigkeit, seine eigenen Überzeugungen zu überdenken, weil es die äußeren Umstände notwendig machen, sieht Tarkowski das zentrale Motive des Romans »Solaris« von Stanisław Lem, die er in dem gleichnamigen Film verarbeitet hat. Der polnische Autor war zeitlebens unzufrieden mit der Form und Interpretation des Regisseurs, der auch die Bedingtheit des eigenen Schicksals sowie die Grenzen zwischen Leben und Tod als Elemente der Handlung angelegt hat. In dieser mit einfachsten Mitteln gestalteten Zukunftsgeschichte wird deutlich, dass wir uns nur von der Vergangenheit befreien können, wenn wir sie akzeptieren. Tarkowskis Reise hinaus ins All führt hinein ins Innere der menschlichen Seele.

Der Film wurde 1972 bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Spezialpreis ausgezeichnet.

Sa 06.08. 17:15 Uhr
Do 11.08. 19:30 Uhr
Do 25.08. 19:45 Uhr

Stalker – Сталкер (OmU)

UdSSR 1979, 163 min, Regie: Andrei Tarkowski, Buch: Arkadi und Boris Strugazki, Kamera: Alexander Knjaschinski, mit Nikolai Grinko, Anatoli Solonizyn, Natasha Abramowa u.a., FSK: ab 12 Jahren

trigon-film.org

Eine in Zeit und Ort nicht näher beschriebene Stadt, die am Rande eines als Zone bezeichneten Gebietes liegt. In dieser Zone geschehen seltsame Dinge, es gibt rätselhafte Erscheinungen, deren Ursache zum Zeitpunkt der Handlung schon Jahre zurückliegt und nur vermutet werden kann. War es eine Atomkatastrophe oder ein Meteoriteneinschlag – man weiß es nicht. Das Gebiet wurde evakuiert, abgesperrt und steht unter schwerer Bewachung.

Der Stalker (Kundschafter) verdient sich seinen Lebensunterhalt damit, Leute illegal durch den Sperrgürtel zu bringen und sie innerhalb der Zone zu führen. Seine Tochter ist krank, der Beruf des Vaters und das Leben nahe der Zone haben am Mädchen Spuren hinterlassen. Der Stalker hat Gespür, ja Ehrfurcht für diesen sich ständig verändernden Ort entwickelt, fühlt die Gefahren im Voraus und hat seine Methoden, den tödlichen Fallen, die die Zone stellt, auszuweichen.

Zwei seiner Kunden, der Professor und der Schriftsteller, wollen aus unterschiedlichen Motiven an einen Ort gebracht werden, der sich in der Zone befindet und der als »Raum der Wünsche« bezeichnet wird. An dieser Stelle gehen, glaubt man der Legende, die geheimsten, innigsten Wünsche in Erfüllung. Während der Schriftsteller sich die ihm seit einiger Zeit fehlende Eingebung zurück wünscht, hat der Professor völlig andere Absichten: Er will diesen Raum zerstören, weil er dessen Missbrauch befürchtet. Aber auch der Stalker selbst hat seine Gründe, an diesen Ort zu gehen. Er will den Menschen zur Hoffnung auf ein glückliches Leben verhelfen.

So 07.08. 17:15 Uhr
Di 16.08. 19:00 Uhr
Sa 27.08. 17:00 Uhr

Nostalghia – Ностальгия (OmU)

UdSSR 1983, 121 min, Regie: Andrei Tarkowski, Buch: Andrei Tarkowski, Tonino Guerra, Kamera: Giuseppe Lanci, mit Oleg Yankovski, Erland Josephson, Domiziana Giordano u.a., FSK: ab 12 Jahren

trigon-film.org

»Ich wollte von der russischen Form der Nostalgie erzählen, von jenem für unsere Nation so spezifischen Seelenzustand, der in uns aufkommt, wenn wir fern der Heimat sind.«
(Andrei Tarkowski)

Der russische Poet Gortschakow tritt eine Reise durch Italien an, um für eine Biografie über den Komponisten Pawel Sosnowski zu recherchieren, der im 18. Jahrhundert in Italien lebte, bevor er nach Russland zurückkehrte und dort Selbstmord beging. Die Reise wird für ihn zu einem schmerzhaften Trip, denn der Kontrast zwischen dem Idealbild von Italien, das er vor Augen hatte und der Realität setzen dem schwermütigen Literaten zu. Fern von Russland überkommt ihn eine übermächtige Sehnsucht nach der geografischen wie spirituellen Heimat.

Der sechste Spielfilm von Andrei Tarkowski war sein erster Film, der außerhalb der Sowjetunion entstand. Zwar bleibt er seinem Stil und seiner Erzählweise treu, aber die Entfernung zu seinem Heimatland wurde zum bestimmenden Thema dieses Films, und dieser wirkt dadurch melancholischer als seine Vorgänger – ein sinnstiftendes Filmerlebnis.

Der Film erhielt bei den Filmfestspielen von Cannes 1983 den Preis für die Beste Regie.

So 07.08. 21:15 Uhr
Mi 17.08. 19:15 Uhr
So 28.08. 18:00 Uhr